Im Märzen der Bauer …

Die Bauern im Land haben mit der Feldarbeit begonnen.

Unbeeindruckt von der Diskussion um die launischen Kapriolen des Wetters der letzten Wochen und Monate hat in Landwirtschaft, Garten- und Weinbau die Feldar­beit be­gonnen. Abgesehen von örtlichen Einschränkungen durch stark durchnässte und infolge­dessen noch nicht befahrbare Felder wird nach Mitteilung der Landwirtschaftskammer Rhein­land-Pfalz landesweit mit der Frühjahrsbestellung begonnen. Die Aufbereitung der Böden und die Aussaat des Sommergetreides sowie der in Rheinland-Pfalz noch wenig verbreiteten Hülsen­früchte stehen im Terminplan ganz vorne. Währenddessen haben die Winzer mit dem Rebschnitt den ersten Arbeitseinsatz bereits weitgehend abgeschlossen.

Das Wintergetreide (Brotweizen, Futtergerste) und der Raps haben nach Einschätzung der Kammer landesweit den sehr milden Winter gut überstanden. Durch die günstige Witterung seit der Aussaat im letzten Herbst hätten die Pflanzenbestände einen erkennbaren Vegetationsvorsprung erzielt, so dass die erste Düngergabe verhaltener als üblich ausfallen könne. Um den Nährstoffvorrat der Böden zum Vegetationsbeginn der landwirtschaftlichen Kulturen auf ein bedarfsgerechtes Maß zu bringen, werden mineralische und organische Dünger ausge­bracht. Während die Aussaat von Zuckerrüben und Mais sowie das Auspflanzen der Kartoffeln noch Zeit hat, wird beim Spargel bereits die Ernte herbeigesehnt. Vielerorts sind  auf den Spar­gelfeldern die Dämme oder Balken bereits gezogen, müssen aber noch Wärmefolien ausgebreitet werden. Wann mit dem Spargelstechen die erste Ernte des Jahres ansteht, ent­scheidet der Witterungsverlauf der nächsten Wochen.  Ostern komme dafür in diesem Jahr aber eindeutig zu früh.

Von der verbreiteten Aufgeregtheit um das ungewöhnlich milde Wetter in diesem Winter lassen sich die Landwirte indessen nicht an­stecken; sie sehen hier ein Extrem, das noch im üblichen Schwankungsbereich liegt, und starten entspre­chend gelassen in die Frühjahrssaison.

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