Traubenblüte verspätet

Die 23. Kalenderwoche gilt in den rheinland-pfälzischen Weinbaugebieten im langjährigen Durchschnitt als die Zeit des landesweiten Einsetzens der Traubenblüte.

In geschützten Lagen Rheinhessens und der Pfalz öffnen sich die ersten zarten Blüten auch gerne früher. 2011 etwa gab es hier am 26. Mai ein rekordverdächtiger Frühstart, 2012 war der Blühbeginn am ersten Juniwochenende pünktlich und normal.  In diesem Jahr ist es in den Weinbergen wie auf den Feldern: Alles kommt später.

Nach kaltem und langem Winter war es schon zu einem relativ späten Blattaustrieb gekommen. Die unterdurchschnittlichen Temperaturen im Mai richteten zwar keine Schäden an, bremsten jedoch die Vegetation. Bei einer Stabilisierung der aktuellen Hochdruckwetterlage mit zehn und mehr Sonnenstunden am Tag und Tagestemperaturen über 20°C dürfte die Verspätung bei der Rebblüte sich auf eine bis zwei Wochen beschränken. Gemäß der alten Faustregel, wonach 100 Tage nach der Blüte geerntet werden kann, wird sich der Beginn der Lese für den Weinjahrgang 2013 auf Ende September verschieben. Beste Bedingungen für Start und Verlauf der Blüte wären jetzt milde Temperaturen und wenig Niederschlag, damit es nicht zu Verrieselung kommt, also Blüte und Fruchtbil­dung möglichst ungestört verlaufen können.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

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Heiko Schmitt
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