Erdbeerernte kommt auf Touren

Die sommerlichen Temperaturen der letzten Tage sorgen auch in Rheinland-Pfalz dafür, dass die Erdbeerernte nach verspätetem Start jetzt so richtig auf Touren kommt.

Kamen in den vergangenen Jahren die ersten Saisonfrüchte bereits im letzten Maidrittel auf dem Markt - im langjährigen Durchschnitt beginnt die Ernte der Freilanderdbeeren um den 20. Mai -, waren in diesem Jahr so früh nur Erdbeeren aus dem Anbau unter Glas und unter Thermofolien erhältlich.  Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz schätzt, dass von den 530 Hektar Anbaufläche im Ertrag in diesem Jahr wieder rd. 6.000 t Erdbeeren aus auf den Markt kommen (5-jähr. Durchschnitt: 5.000 t; 2012: 6.746 t).

Rd. 15 000 ha Freiland-Anbaufläche für Erdbeeren im Ertrag gibt es in Deutschland, weitere 400 ha unter begehbaren Schutzabdeckungen. In Rheinland-Pfalz liegt sie seit Jahren zwischen 400 und 500 ha und aktuell mit einer Zunahme von 80 ha gegenüber 2012 bei 532 ha. Unter Glas werden in Rheinland-Pfalz Erdbeeren auf über 9 ha angebaut. Mit 3,5 Prozent der deutschen Anbaufläche zählt Rheinland-Pfalz damit zu den kleinen Erdbeerländern. Die Zahl der Betriebe mit kommerziellem Erdbeeranbau liegt hier relativ konstant bei 130.

Bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rd. drei Kilogramm frischen Erdbeeren in Deutschland kann die Nachfrage zu knapp 60 Prozent mit Früchten aus heimi­schem An­bau ge­deckt werden. Gegenüber der früher überlegenen Importware ha­ben die heimischen Erzeuger hier viel Boden gut gemacht. Auf die Früchte aus heimischem Anbau zu warten lohnt sich. Sie sind erfahrungsgemäß frei von Schad­stoffrückständen und haben in­folge kurzer Transportwege eine gute Ökobilanz. Da Erdbeeren nach dem Pflücken nicht mehr nachreifen, rät die Landwirtschaftskam­mer den Verbrauchern, beim Einkauf nach voll­reifen Erdbeeren aus heimischem Anbau zu greifen. Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen. Schon vier oder fünf Früchte decken den Tagesbedarf. Wegen ihres hohen Gehalts an Folsäure und Eisen werden sie seit alters her gegen Blutarmut eingesetzt. Der hohe Kalzium-Gehalt schützt die Knochen vor Osteoporose. Kalium und Magnesium sind gut für das Herz. Erdbeeren haben nur 32 Kalorien pro 100 Gramm und erlauben damit puren Genuss ohne Reue.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Heiko Schmitt
Tel.: 0671 793-1177
Email: heiko.schmitt(at)lwk-rlp.de 

Newsletter

Hier können Sie sich für unserem Newsletter registrieren >>>