Weinmarkt - Absatz wieder rückläufig
Vorgezogenes Ostergeschäft prägt April 2026: Deutlicher Absatzrückgang, Umsatzrückgang abgeschwächt.
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Nach dem ersten Drittel des Jahres 2026 zeichnet sich ein belastbares Bild der bisherigen Marktentwicklung ab. Der Absatz liegt kumuliert um 4 % unter dem Vorjahresniveau, während der Umsatz einen Rückgang von 3 % verzeichnet. Damit bewegt sich die Entwicklung insgesamt im Rahmen der Vorjahre, sodass die Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Spannungen – insbesondere der Irankrise – bislang nur begrenzt durchschlagen.
Innerhalb der einzelnen Absatzkanäle zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: Fachhandel und Gastronomie konnten bislang weitgehend stabil gehalten werden. Demgegenüber sind deutliche Rückgänge bei den Endverbrauchern (–7 %), im Großhandel (–6 %) sowie im Lebensmitteleinzelhandel (–5 %) zu beobachten. Dies deutet weiterhin auf ein preissensibles Konsumverhalten sowie strukturelle Verschiebungen innerhalb der Vertriebskanäle hin.
Für den Monat April 2026 ergeben sich darüber hinaus Sondereffekte. Der Absatz liegt mit einem Rückgang von 12 % deutlich unter dem Vorjahresmonat. Ursächlich hierfür ist insbesondere das in diesem Jahr in den März vorgezogene Ostergeschäft, wodurch sich saisonale Nachfrageeffekte zeitlich verschoben haben.
Gleichzeitig wurden im April von zahlreichen Betrieben neue Preislisten umgesetzt. Die daraus resultierenden höheren Durchschnittserlöse konnten den deutlichen Absatzrückgang zumindest teilweise kompensieren, sodass sich der Umsatzrückgang mit –4 % deutlich moderater darstellt. Auf Betriebsebene zeigen sich unterschiedliche Betroffenheiten: Während kleinere Weingüter derzeit stärker unter den rückläufigen Absatzmengen leiden, präsentieren sich insbesondere Genossenschaften bislang vergleichsweise stabil.