| Frühjahrstagung Agrarverwaltungen

Bundesweites Treffen nimmt Digitalisierung in den Fokus

Präsidenten, Leiterinnen und Leiter der Landesanstalten, Landesämter sowie Direktorinnen und Direktoren der Landwirtschaftskammern aus ganz Deutschland: Einmal jährlich trifft man sich in dieser Runde, um aktuelle Themen zu besprechen, Kooperationen zu vereinbaren und das Netzwerk zu pflegen.
Die LWK-Dienststelle in Neustadt an der Weinstraße war diesmal der Treffpunkt für die Präsidenten, Leiterinnen und Leiter der Landesanstalten, Landesämter sowie Direktorinnen und Direktoren der Landwirtschaftskammern aus ganz Deutschland.

Gastgeber der Frühjahrstagung war die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Kammerdirektor Dr. Markus Heil, Dr. Anja Stumpe, Leiterin des DLR Eifel, und Michael Lipps, Leiter des DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück nutzten die Gelegenheit und stellten die rheinland-pfälzische Agrarverwaltungsstruktur vor.
Auf der Tagesordnung standen Themen und Projekte rund um Versuchswesen, Bildung, Beratung und Wissenstransfer, die in den jeweiligen Bundesländern ganz praktisch vor Ort eine Rolle spielen. Außerdem wurde über den aktuellen Stand des aus Bundesmitteln geförderten Projekts „Netzwerk Fokus Tierwohl“ berichtet. Dieses Projekt wird von allen teilnehmenden Institutionen gemeinsam getragen.
Vor allem nahmen die Themen rund um die Digitalisierung der Agrarverwaltung breiten Raum ein. Beispielhaft sei hier das Bündnisprojekt „AZUBIdigital“ genannt, das Ausbildungsprozesse digitalisieren soll. Zudem berichteten zwei Einrichtungen von der Entwicklung eigener digitaler Tools (KI-Chatbots) etwa für den Einsatz in der Beratung.
Berichtet wurde auch über den aktuellen Stand des LfL Klima-Check: Dabei handelt es sich um ein Rechen-Tool zur praxisnahen Bewertung von THG-Minderungsmaßnahmen. Das Tool wird von mehreren Institutionen als Plattform genutzt und ermöglicht eine individuelle Klimabilanzierung in landwirtschaftlichen Betrieben mit unterschiedlichen Produktionsschwerpunkten. Auch in diesem Themenfeld arbeiten zahlreiche Fachexperten auf der Bundesebene zusammen, entwickeln gemeinsam den sogenannten BEK-Standard weiter und stellen somit die Vergleichbarkeit der Ergebnisse sicher.
Ein Ausblick zum Schluss der Frühjahrstagung: Beim nächsten Treffen soll unter anderem über die mögliche neue Rolle der Beratung gesprochen werden – einem Wandel von der schwerpunktmäßigen Wissensvermittlung hin zur Begleitung in Veränderungsprozessen, um so den vielschichtigen Anforderungen der Praxis noch besser Rechnung tragen zu können.
 

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