| Sortenempfehlung Braugerste Rheinland-Pfalz

Lexy, Amidala und LG Caruso für den Anbau 2026 in RLP empfohlen

Mit Blick auf die bevorstehende Anbausaison trafen sich die Mitglieder des Technischen Ausschusses der Fördergemeinschaft Braugerste Rheinland-Pfalz e.V. und legten die Anbauempfehlung für Rheinland-Pfalz 2026 fest.
Die Fördergemeinschaft Braugerste hat die Sortenempfehlungen für 2026 veröffentlicht.

Ziel des Technischen Ausschusses ist es, eine eindeutige Sortenempfehlung auszusprechen, die unter den aktuellen und künftig zu erwartenden Rahmenbedingungen einen möglichst hohen wirtschaftlichen Erfolg in der gesamten Wertschöpfungskette ermöglicht. Mit Blick in die Zukunft ist es für das Fachgremium besonders wichtig, vorausschauend zu handeln und Sorten zu empfehlen, die den Herausforderungen im Anbau wie auch in der Verarbeitung langfristig gewachsen sind. Züchterische Innovation bildet hierfür die entscheidende Grundlage. 
Der Technische Ausschuss setzt sich aus Expertinnen und Experten aus der gesamten Wertschöpfungskette zusammen: aus Vertretern der Braugersten-Erzeuger in Rheinland-Pfalz, des Handels, der Malzindustrie, der Brauwirtschaft sowie des Staatlichen Versuchswesens in Rheinland-Pfalz. Um die fachliche Zusammenarbeit weiter zu stärken, wird die Sortenempfehlung gemeinsam mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück veröffentlicht.

Für das Anbaujahr 2026 empfiehlt der Technische Ausschuss der Fördergemeinschaft Braugerste Rheinland-Pfalz e.V. für Mittel- und Höhenlagen die Sorte Lexy (Saatzucht Breun).
Für die frühen Lagen wird die Sorte Amidala (Züchterhaus Nordsaat) als geeignete Anbauempfehlung ausgesprochen.
Die Sorte LG Caruso (Limagrain) wird für den Vertragsanbau empfohlen.
Für den großtechnischen Versuchsanbau in Rheinland-Pfalz 2026 hat sich der Ausschuss zudem für die vom Bundessortenamt neu zugelassene Sorte Tilda (Saatzucht Breun) ausgesprochen. Sie präsentierte sich als interessante Sorte mit Potenzial. Die Sorte wird in beiden Klimaräumen von Rheinland-Pfalz, sowohl im Hunsrück als auch in Rheinhessen, auf jeweils 10 ha, gegen die Sorte Lexy in der Praxis geprüft.

Eva Berwanger
Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz
 

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