Weinbaukartei

Die EU-Weinbaukartei ist erstellt, um die Angaben über das Anbaupotenzial und die Produktionsentwicklung zu erhalten. In der Betriebs- und Produktionskartei werden Angaben über die Struktur und die Erzeugung der einzelnen Betriebe, die Angaben der Verarbeitung und Vermarktung von Weinbauerzeugnissen einbezogen. Diese Daten werden jährlich über ausgegebene Meldeunterlagen aktualisiert und überprüft. Rodungen, die daraus entstandenen Rechte auf Wiederbepflanzung und deren rechtmäßige Nutzung/Übertragung werden in eine Pflanzrechtedatei aufgenommen und verwaltet. Traubenernte- und Weinerzeugungsmeldungen sowie die Bestandsmeldungen werden betriebsbezogen in der Weinbaukartei jährlich erfasst und verwaltet. Die flächenbezogenen Angaben, wie Rodung, Wieder- und Neubepflanzungen werden im Zusammenhang mit Fördermaßnahmen der EU und des Landes in einer Vorortkontrolle vollständig überprüft. Bei Bedarf sind die exakten Hangneigungen der einzelnen Flurstücke im Zusammenhang mit der Übertragung von Wiederbepflanzungsrechten aus Steillagen zu ermitteln.

Mit der Abgrenzung des Rebgeländes wird eine Abrundung des Weinbergsgeländes und eine Trennung zwischen langfristig zu erhaltendem Weinbergsgelände und sonstigen Rebflächen vorgenommen. Denn Ziel ist die Erhaltung eines geschlossenen Rebgeländes sowie der traditionellen Kulturlandschaft mit entsprechender Infrastruktur zu sichern und die Planungen der Städte und Gemeinden sowie der Betriebe zu erleichtern. Dazu gehört auch die Abgrenzung von Förderflächen insbesondere im Steilhang. Abgrenzungsvorschläge erarbeiten federführend die Städte und Gemeinden. Die Landwirtschaftskammer prüft anschließend diese Vorschläge. Die weinbaulichen Fachinformationen werden abschließend in einem geographischen Informationssystem (GIS) mit der Darstellung in speziellen Fachschalen aufgenommen

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