Aktuelles zum Milchmarkt

Milchanlieferungen zu Beginn des Jahres unter Vorjahresniveau, Erzeuger- und Produktenpreise (noch) weitestgehend stabil. Der Anfang Februar in Deutschland stattgefundene Wintereinbruch hat zu einer deutlicheren Unterbrechung des saisonalen Anstiegs der Milchanlieferung geführt.

Milchpreistabelle und den Gesamtbericht als Pdf-Dokumente am Ende des Artikels 

Die Molkereien erfassten auch in der 6. Woche (laut Schnellberichterstattung der ZMB) nur eine Milchmenge auf unverändertem Niveau zur Vorwoche und inzwischen deutlicher unter dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zur Vorjahreswoche, die von deutlich milden Temperaturen gekennzeichnet war, hat sich nun ein Rückstand in Höhe von - 2,8 % eingestellt; und für den Zeitraum, ab Beginn des Jahres 2021, liegt der Rückstand, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, ab Jan. bis einschließlich zum 14.02.2021, inzwischen bei - 1,8 %.

Regional, insbesondere in Regionen von NRW, Hessen und Thüringen, war zuletzt, neben den betriebsbedingt erfolgten Erschwernissen bei der Milcherzeugung, teilweise auch die Milchabholung erschwert bzw. gänzlich unmöglich; auch dies führte zu einem deutlicheren Rückgang bei der Milcherfassung durch die Molkereien. Der Markt für flüssigen Rohstoff ist ruhig und stabil; aber ausreichend versorgt; fortgesetzt sind leicht festere Tendenzen am Milchmarkt erkennbar.

Die Preise für Industrierahm und Magermilchkonzentrat bewegten sich weiter auf dem sehr festen Niveau der Vorwoche; und auch am Spotmilchmarkt-Preise (in Italien) konnten sich zuletzt auf dem zuvor erhöhtem Preisniveau gut behaupten. 

Frischprodukte gut nachgefragt

Bei anhaltendem Lockdown werden alle Frischprodukte anhaltend gut nachgefragt. 

Zur Erzeugung von Milchprodukten

Die ZMB berichtete (am 19.02.2021), dass zuletzt (in der 6. KW 2021) von den meldenden Molkereien aus Deutschland insbesondere die Produktion von Käse (+ 2,0 %) wieder ausgeweitet worden sei; dem gegenüber wurde die Produktion von Butter (- 9,5 %) und insbesondere auch für Magermilchpulver (- 21,4 %) merklicher eingeschränkt (jeweils im Vergleich zur Produktion in der Vorwoche). 

Zur Entwicklung der regionalen Molkerei-Auszahlungspreise

Den allgemeinen Tendenzen an den Märkten für Milchprodukte folgend leisteten die in Hessen, RLP und dem Saarland erfassenden Molkereien für „Dez.-Milch 2020", mit Berücksichtigung der jeweiligen VLOG-Zuschläge der Molkereien, mehrheitlich unveränderte, vereinzelt aber auch leicht fester tendierende Milch-Auszahlungspreise. 

Die aktuellen Milchauszahlungspreise der regional erfassenden Molkereien sind der beigefügten pdf-Datei zu entnehmen.

Den gesamten Artikel und Exkurse entnehmen Sie bitte dem Dokument im Anhang

f.d.R.   Reimund Möcklinghoff; Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Ref. 25

Weitere Markinfos aus Rheinland-Pfalz >>>