Aktuelles zum Milchmarkt

Milchanlieferungen saisonal bedingt fortgesetzt rückläufig; mehrheitlich stabile Produkten- als auch Erzeugerpreise

Der saisonale Rückgang der Milchanlieferung setzt sich fort; wenn auch schwankend.

Milchpreistabelle und den Gesamtbericht als Pdf-Dokumente am Ende des Artikels 

Dies dürfte auf die wechselhafte Witterung zurückzuführen sein. Die Molkereien aus Deutschland erfassten in der 35. Woche (laut Schnellberichterstattung der ZMB vom 10.09.21) im Schnitt 0,4 % weniger Milch als in der Vorwoche. Damit beträgt der Rückstand zur Vorjahreslinie nun wieder - 1,0 %; und, im Vergleich zum entsprechenden Vorjahres-Zeitraum, ab Jan. bis zum Ende der im Berichtsraum erfassten Woche (bis zum 05.09.), liegt die Milchanlieferung unverändert deutlich (um - 1,1 %) unter dem Niveau des Vorjahres. 

Nachfrage nach Frischprodukten zeigt sich belebt

Mit dem Ende der Sommerferien hat sich die Nachfrage nach Produkten aus dem weißen Sortiment in den meisten Bundesländern belebt. Dadurch wird aktuell wieder mehr Rohstoff für die Herstellung von Frischprodukten und Konsummilch benötigt.

Infolge des unverändert geringeren Rohstoff-Angebotes setzten sich die festeren Tendenzen am Markt für flüssigen Rohstoff fort. Die AMI berichtet, dass für Rohmilch, Industrierahm und Magermilchkonzentrat anhaltend hohe Preise erzielt werden (noch höhere Forderungen stoßen aber auf Widerstand, da die Preise für die Endprodukte dem Preishoch bei den Rohstoffen bisher noch nicht vollumfänglich gefolgt sind); die Spotmilchmarkt-Preise notierten zuletzt auf hohem Preisniveau unverändert fest. 

Zur Erzeugung von Milchprodukten

Am 10.09.2021 berichtete die ZMB, dass in der 35. KW 2021 von den meldenden Molkereien aus Deutschland insbesondere die Produktion von Butter (+ 8,2 %) wieder merklicher ausgeweitet worden sei; dem gegenüber blieb die Produktion von Käse stabil (unverändert zur Vorwoche), aber die Produktion vom Magermilch-Pulver wurden, mit - 16,8 %, merklicher eingeschränkt (jeweils im Vergleich zur Produktion in der Vorwoche).

Bezogen auf den Vorjahreszeitraum (ab Jan. bis einschl. der 35. KW 2021) wurden im laufenden Jahr (aktuell) 9,4 % weniger Butter, 4,1 % weniger Magermilchpulver, aber 2,4 % mehr Käse in den von der Schnellberichterstattung einbezogenen Molkereien hergestellt.

Zur Entwicklung der regionalen Molkerei-Auszahlungspreise

Den allgemeinen Tendenzen an den Märkten für Milchprodukte folgend leisteten die in Hessen, RLP und dem Saarland erfassenden Molkereien für „August-Milch 2021", mit Berücksichtigung der jeweiligen VLOG-Zuschläge der Molkereien, mehrheitlich leicht anziehende Milch-Auszahlungspreise

Die aktuellen Milchauszahlungspreise der regional erfassenden Molkereien sind der beigefügten pdf-Datei zu entnehmen.

Den gesamten Artikel und Exkurse entnehmen Sie bitte dem Dokument im Anhang

f.d.R.   Reimund Möcklinghoff; Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Ref. 25

Weitere Markinfos aus Rheinland-Pfalz >>>