Aktuelles zum Milchmarkt

Milchanlieferung nur verhaltend ansteigend; überwiegend stabile Produkten-, und auch eher stabil tendierende Erzeugerpreise. Saisonal bedingt, aber unverändert nur sehr verhaltend ansteigend, entwickelt sich die aktuelle Milchanlieferung in Deutschland. Laut Schnellberichterstattung der ZMB (vom 22.03.2019) stieg die Milchanlieferung in der 11. KW 2019, im Vergleich zur Vorwoche, erneut nur um + 0,4 % an.

Milchpreistabelle und den Gesamtbericht als Pdf-Dokumente am Ende des Artikels 

Im Vorjahr war das Milchaufkommen um diese Zeit gleichfalls gedämpft; die aktuelle Anlieferung liegt damit nur um + 0,3 % über der der vergleichbaren Vorjahreswoche aus 2018. Verglichen mit der Anlieferung im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, beginnend ab Jan. bis zur 11. KW des Jahres, liegt die aktuelle Milchanlieferung in Deutschland sogar um - 0,9 % unter der des betreffenden Vorjahreszeitraumes.  Dennoch steht unverändert genügend Rohstoff zur Verfügung. Bedingt durch eine verstärkte Butterproduktion haben sich in den letzten Tagen die Preise für Industrierahm wieder etwas festigen können;  zeitgleich werden für Magermilchkonzentrat stabile bis leicht schwächere Preise erzielt und die Spotmilchmärkte tendieren zumeist unverändert. 

Frischprodukte normal nachgefragt

Die Nachfrage nach Produkten des weißen Sortiments bewegt sich weiter in normalem Rahmen. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für das Ostergeschäft und es werden entsprechend mehr fettreiche Produkte wie Sahne und Schmand hergestellt. 

Zur Erzeugung von Milchprodukten

Die ZMB berichtet (am 22.03.2019), dass zuletzt (in der 11. KW 2019) von den meldenden Molkereien aus Deutschland insbesondere die Produktion von Magermilchpulver (+ 7,2 %) wieder merklicher ausgeweitet worden sei; demgegenüber sei die Produktion von Butter (- 1,4 %) und auch Käse (- 1,2 %) wieder etwas zurückgefahren  worden.

Fester Buttermarkt

Zurzeit verläuft die Nachfrage nach abgepackter Butter in einem der Jahreszeit angemessenen und normalen Rahmen. Im Zuge des nahenden Ostergeschäftes wird aber alsbald mit einer Belebung des Absatzes gerechnet. Die Preise bewegen sich weiterhin stabil, auf dem Niveau der Vorwochen.  Am Blockbuttermarkt haben sich zuletzt etwas festere Preise durchgesetzt. Laut AMI dürften dazu aber auch die festeren Sahnepreise mit beigetragen haben. Allerdings agieren am Buttermarkt alle Beteiligten weiterhin sehr vorsichtig; die weitere Marktentwicklung wird weiterhin  als unsicher eingeschätzt. Zuletzt hat sich die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Ware verbessert; zumal zuletzt auch in anderen Exportländern die Preise etwas angezogen haben. Vermehrte wurden zuletzt über Anfragen für den Export auf den Weltmarkt berichtet; aber noch sollen tatsächlich nur kleinere Mengen auch gehandelt worden sein. 

Weiterhin ausgeglichener, stabiler Käsemarkt

Am Schnittkäsemarkt halten die stabilen Tendenzen an. Nach wie vor wird von einer ausgeglichenen Marktlage berichtet. In alle Absatzkanäle, und insbesondere auch in Richtung Export, soll Ware zügig abfließen. Die Werke sollen insbesondere auch für die kommenden Wochen über eine gute Auftragslage verfügen; gleichzeitig seien die Bestände in den Reifelagern als weiterhin niedrig einzuschätzen. Insbesondere über die Entwicklung der Drittlandsgeschäfte zeigt sich der Markt zufrieden. Im Januar 2019 lagen die Ausfuhren der EU nach Drittländern mit 67.991 t um 8 % über dem Vorjahresniveau. Das Preisgefüge am Markt für Käse ist aktuell sehr stabil; die Erlöse bewegen sich zumeist seitwärts, bei Brotware zuletzt auch leicht fester (Kempten; 20.03.2019). 

Magermilchpulvermarkt wieder beruhigt  

Am Magermilchpulvermarkt ist eher wieder Normalität eingekehrt. Die Nachfrage hat sich zuletzt beruhigt, nachdem sie  zuvor, vor allem beeinflusst durch die Entwicklungen am Weltmarkt, doch deutlich lebhafter war. Noch im Januar 2019 konnte die EU ihre Magermilchpulver-Ausfuhren auf eine Rekordmenge von 86.800 t steigern. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet dies eine Zunahme um 53 %. Aktuell sollen aus der Lebensmittelindustrie Anfragen in üblichem Umfange eingehen; auch für Exporte besteht weiterhin ein gewisses Kaufinteresse. Laut AMI sollen die Werke zurzeit über eine gute Auftragslage für frische Ware verfügen; die Verfügbarkeit ist, je nach Anbieter und Alter der Ware, aber unterschiedlich. Die Magermilchpulver-Preise bewegen sich weiter in der Bandbreite der Vorwoche; sie tendierten zuletzt aber auch wieder leicht schwächer (Kempten; 20.03.2019).

Der Vollmilchpulver-Markt ist weiterhin ruhig und uneinheitlich; nur im gewissen Umfange kommen überhaupt Abschlüsse zu Stande. Die Preise bewegen sich unverändert in den Spannen der Vorwoche; vereinzelt berichtet der Markt auch von verbesserten Exportmöglichkeiten und einer verbesserten Konkurrenzfähigkeit von Ware aus der EU auf dem Weltmarkt.

Der Molkenpulver-Markt ist unverändert ruhig. Die Preise für Futtermittelware tendierten zuletzt leicht schwächer. Bei Lebensmittelware ist das Preisbild, je nach Qualität der Ware, fortgesetzt uneinheitlich, mit zuletzt aber auch leicht festeren Tendenzen (Kempten, 20.03.2019) 

Global Dairy Trade Tender: 8. Preisanstieg in Folge; Butter zuletzt gefragt

Der Global Dairy Trade Tender -Index legte (beim letzem Handelstermin, am 19.03.2019) und nun zum 8. Mal in Folge, im Durchschnitt um + 1,9 % im Vergleich zum vorhergehenden Termin (am 05.03.2019) erneut leicht zu.

Die auf der Plattform zuletzt gehandelten Produkte entwickelten sich aber dennoch sehr uneinheitlich. Höhere Preise wurden insbesondere für Butter (+ 9,3 %), Labkasein (+ 9,7 %), Vollmilchpulver (+ 4,0 %) und Cheddar (+ 3,9 %) ermittelt; dem gegenüber hatten Magermilchpulver (- 2,4 %), Laktose (- 1,0 %) und auch Butteröl (- 3,1 %) Abschläge zu verkraften. Buttermilchpulver war zuletzt nicht angeboten worden. Die gehandelten Mengen war das zweite Mal in Folge zuletzt deutlicher rückläufig; sie sanken um - 9,3 % auf zuletzt nur noch 21.713 t. 

Kieler-Rohstoffwert: Im Februar 2019 geringfügig schwächer

Für Februar 2019 ermittelte das "ife-Institut, Kiel" für den "Kieler-Rohstoffwert Milch" (für Milch mit 4% Fett, ab Hof des Erzeugers, o. MwSt.) einen leicht schwächer tendierenden Rohstoff-Wert, nun aktuell in Höhe von 32,1 ct/kg Milch (- 0,10 ct/kg M.; bzw. - 0,3 % zum Jan.-Wert 2019, in Höhe von 32,2 ct/kg Milch).

Der aktuelle Februar - Rohstoffwert-Milch liegt damit, mit + 4,80 ct/kg Milch (bzw. um + 17,6 %), über dem ife-Rohstoffwert für Febr.- Milch 2018.

Damals wies das ife-Institut einen Rohstoffwert Milch (bei 4 % Fett) in Höhe von (nur) 27,3 ct/kg Milch aus. Die neuerliche Preisabschwäche des Kieler - Rohstoffwertes für den Monat Februar 2019 erklärt sich vor allem aus den zuletzt leicht schwächeren Preisen für abgepackte Butter und den zuletzt wieder leicht fester tendierenden Notierungen für Magermilchpulver. Der Kieler-Rohstoffwert berücksichtigt nur die aktuellen Verwertungserlöse für Butter und Magermilchpulver; unberücksichtigt bleiben dabei die langfristigen Kontraktpreise. Der Rohstoffwert gibt also nicht den Auszahlungspreis einer bestimmten Molkerei an; er gilt aber als wichtiger Indikator für die Milchmarkt-Preisentwicklung in Deutschland und Europa. 

EU - Spotmilchmarktpreise: In etwa stabil; mit eher unveränderten Preisen

Offiziell stellte die EU-Kom. (zuletzt am 19.03.2019) fest, dass der niederländische Spotmilchpreis (EU PRI.EU.Spot; Quelle: BoerenBusiness.nl; nach DCA-Markt-Info; bei 4,4 % Fett, frei Rampe Molkerei), nach einem Preis in Höhe von 33,00 (am 21.12.) , von 29,0 (am 30.12.), von 33,5 (am 06.01.19), von 34,0 (am 27.01. und am 03.02.), von 33,0 (am 10.02.), von 34,0 (am 17.02.), von  (am 24.02.) nun auf einen Wert in Höhe von 35,0 ct/kg Milch (am 03.03.2019) leicht angezogen ist.  

Zeitgleich wurde für den italienischen Spotmilchmarktpreis (bei 3,6 % Fett, frei Molkerei; Quelle: Clal.it), eine Preisbewegung, von ehemals von 46,00 (am 25.11.2018), von 45,8 (am 09.12.), von 44,8 (am 21.12.), von 41,3 (am 30.12.), von 42,3 (am 13.01.), von 42,3 (am 22.02.), von 42,0 (am 24.02.), von 41,3 (am 10.03. ) zuletzt ein Preis in Höhe von 41,0 ct/kg Milch (am 17.03.2019) genannt. 

Zur Entwicklung der regionalen Molkerei-Auszahlungspreise

Den allgemeinen Tendenzen an den Märkten für Milchprodukte folgend leisteten die in Hessen, RLP und dem Saarland erfassenden Molkereien für "Februar-Milch 2019" mehrheitlich leicht schwächere Milch-Auszahlungspreise. 

Die aktuellen Milchauszahlungspreise der regional erfassenden Molkereien sind der beigefügten pdf-Datei zu entnehmen.

Den gesamten Artikel und Exkurse entnehmen Sie bitte dem Dokument im Anhang

f.d.R.   Reimund Möcklinghoff; Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Ref. 25

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