Aktuelles zum Milchmarkt

Milchanlieferung saisonal bedingt schwächer, weiter unter Vorjahreslinie; stabile, zum Teil auch merklich festere Erzeuger-, und auch Produktenpreise. Die Milchanlieferung in Deutschland folgt dem saisontypischen Verlauf; die Vorjahreslinie bleibt dabei fortgesetzt unterschritten.

 

Milchpreistabelle und den Gesamtbericht als Pdf-Dokumente am Ende des Artikels 

Die Molkereien aus Deutschland erfassten in der 35. KW des Jahres 2022 (nach Daten aus der Schnellberichterstattung der ZMB vom 09.09.2022) im Schnitt - 0,8 % weniger Milch, als in der Vorwoche (in der 34. KW waren es sogar - 1,3 % im Vergleich zur 33. KW der Vorwoche). Der Rückstand der Milch-Anlieferung zur Vorjahreswoche (zur 35. KW 2021) ist dabei auf 0,4 % abgeschmolzen (in der 34. KW 2022 wurde der Vorjahreswert noch um + 0,1 % überschritten);aber der Rückstand, ab Jan. 22, nun bis zum 04.09.22, beträgt unverändert - 1,2 % (in der 33. KW lag er noch - 1,3 %). Saisonal bedingt ist von einer weiteren Abnahme der Milchanlieferung auszugehen.

Am Rohstoffmarkt besteht unverändert ein eher knapperes Angebot; flüssiger Rohstoff zeigt sich am Markt aber etwas uneinheitlich. Industrierahm wird gut nachgefragt und zu festeren Preisen gehandelt; demgegenüber verlief der Markt für Magermilchkonzentrat ruhig; die Preise gaben in der der ersten Sept.-Woche etwas nach und für Rohmilch werden weiterhin attraktive Preise erzielt; Südeuropa hat unverändert Bedarf und die Spotmilchmarktpreise, so in Italien, tendierten zuletzt wieder leicht fester.

Gute Nachfrage nach Frischprodukten

Die AMI berichtet, dass für Produkte aus dem weißen Sortiment eine gute Nachfrage aus Deutschland bestehe. Mit dem Auslaufen der Sommerferien in vielen Bundesländern nehme der Bedarf in den betreffenden Regionen zu. Gleichzeitig wird berichtet, dass die Nachfrage nach Markenprodukten aus dem Frische-Segment zurückgehe; es werde aktuell stärker zu Handelsmarken gegriffen.

Zur Erzeugung von Milchprodukten

Am 09.09.2022 berichtete die ZMB, dass in der 35. KW 2022 von den meldenden Molkereien aus Deutschland insbesondere die Produktion von Butter (+ 10,9 %) ausgeweitet worden sei; demgegenüber wurde die Produktion von Käse nur moderat gesteigert (+ 1,5 %) und die Produktion von Magermilchpulver wurde leicht eingeschränkt (- 2,1 %). Bezogen auf den Vorjahreszeitraum (ab Jan. bis einschl. der 35. KW 2022) wurden im laufenden Jahr aber 3,7 % weniger Butter, 12,6 % weniger Magermilchpulver, aber + 0,3 %mehr Käse in den von der Schnellberichterstattung einbezogenen Molkereien hergestellt.

Zur Entwicklung der regionalen Molkerei-Auszahlungspreise

Den allgemeinen Tendenzen an den Märkten für Milchprodukte folgend leisteten die in Hessen, RLP und dem Saarland erfassenden Molkereien für „August-Milch 2022", mit Berücksichtigung der jeweiligen VLOG-Zuschläge der Molkereien, insgesamt weiter anziehende Milch-Auszahlungspreise.

Die aktuellen Milchauszahlungspreise der regional erfassenden Molkereien sind der beigefügten pdf-Datei zu entnehmen.

Den gesamten Artikel und Exkurse entnehmen Sie bitte dem Dokument im Anhang

f.d.R.      R. Möcklinghoff; für LWK-RLP; Bad Kreuznach

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