Pflanzenschutzsaison 2016 – ohne Mittel gegen Pilze hätten wir eine Missernte erlebt!

Der Ausschuss für Ackerbau und nachwachsende Rohstoffe kam zu seiner Herbstsitzung kürzlich zusammen. Themen der Sitzung waren: Neuer Zuschnitt bei den Ministerien für die Landwirtschaft, steigende Pachtpreise, Pflanzenschutzsaison 2016, Klimaschutzstrategie der Bundesregierung und das Projekt „pfluglos“

Der Vorsitzende Adolf Dahlem, Gundesheim, konnte eine große Zahl der Mitglieder des Ausschusses begrüßen. Besonders begrüßte er das Vorstandsmitglied Reinhold Hörner und  Wilhelm Zimmerlin, Abteilungsleiter Landwirtschaft. Ein herzliches Willkommen galt den Referenten des Tages Dr. Sabine Fabich, DLR Rhein-Nahe-Hunsrück, Bad Kreuznach, Helmut Caspary aus dem Landwirtschaftsministerium in Mainz, Ralph Gockel von der Landwirtschaftskammer und Dr. Thore Toews, Professor für landwirtschaftliche Betriebswirtschaft, Technische Hochschule  in Bingen. 

 Wetterextreme

Das Jahr sei wettermäßig sehr durchwachsen gewesen, so Dahlem am Anfang seines Rückblicks über den Vegetationsverlauf. Die Winterungen seien gut ins Frühjahr gekommen und die Bestellung der Sommerungen konnte früh und ohne Witterungsprobleme erfolgen. Ab Ende April bis Mitte Juli regnete es dann laufend, teilweise stellten sich Starkregenereignisse ein; es gab keine Woche ohne Regen. „In vielen Gebieten des Landes war bis Ende Mai so viel Niederschlag gefallen, wie im ganzen Jahr zuvor“, betonte der Vorsitzende. Die feucht-warme Südwestströmung sorgte für optimale Bedingungen, damit sich pilzliche Krankheiten entwickeln konnten. Nur ein gezielter und wiederholter Einsatz von Fungiziden verhinderte einen Totalausfall beim Getreide und dem Wein. Solche Missernten konnte man bei den Betrieben beobachten, die keine solche Mittel anwenden dürfen, oder auf solchen Schlägen, die wegen den hohen Niederschlägen nicht befahrbar waren, stellte Dahlem fest. Die zunächst sehr üppig dastehenden Bestände, die zu sehr optimistischen Ernteprognosen führten, konnten die Erwartungen bei weitem nicht erfüllen; die ersten Druschergebnisse waren sehr enttäuschend. „Schließlich konnten wir eine Ernte einbringen, die in der Menge weit unter der des Vorjahres liegt. Dies trifft insbesondere für die Qualitäten  zu, da viel Kleinkorn geerntet wurde und Partien mit Rückständen an Fusarium nicht selten waren“, bemerkte Adolf Dahlem.

Neuer Zuschnitt Ministerien

In seinem Referat zum neuen Zuschnitt der Ministerien für landwirtschaftliche Belange betonte Helmut Caspary eingangs, dass die Aufgabe des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) darin bestehe, den Landwirten und Winzern helfend zur Seite zu stehen. Mit der Umstrukturierung der Ministerien Umwelt und Landwirtschaft habe die Landwirtschaft einen neuen Stellenwert erhalten. Der neue Minister sei eine pragmatische und zupackende Persönlichkeit. Unterstützt werde er in seiner Arbeit durch die Saatssekretäre Daniela Schmitt und Andy Becht, der sich insbesondere mit den landwirtschaftlichen Themen befasse.

Die Arbeitsgebiete des MWVLW sind in 7 Abteilungen aufgeteilt, zwei davon gehören zur Landwirtschaft. Zum einen die Abteilung 5, in der die Sachgebiete  Weinbau und Landwirtschaft angesiedelt sind, dessen Leitung Caspary übernommen hat. Die Aufgaben im Bereich Weinwirtschaftspolitik, Oenologie und Weinrecht erledigen Walter Reineck und Klaus Baumgartner. Gisela Horix und Dr. Erich Jörg sind für den Acker- und Pflanzenbau, Grünland und Pflanzenschutz zuständig. Um den Wein-markt, das Wein- und Agrarmarketing, die Agrarforschung und die Staatsweingüter kümmern sich Dr. Dirk Haupt und Heribert Göber. Die Weinüberwachung obliegt Dr. Yorck Schäling. Für den Gartenbau und die –schauen ist Dr. Ulrike Gossen zuständig. Für die Betreuung der Berufsbildung, der Beratung im Bereich Agrar- und Hauswirtschaft sind Dr. Rolf Pietrowski und Agnes Pohlmann die zuständigen Personen. Thomas Hallmann betreut die Tierzucht, die -haltung, -ernährung und Cross Compliance. „Alle meine Mitarbeiter/innen sind offen für die Anliegen der Landwirtschaft. Es ist aber sinnvoll die Anliegen den zuständigen Sachbearbeitern bei der Kreisverwaltung oder bei den Dienstleistungszentren-Ländlicher-Raum (DLR) vorzutragen, da sie oft tiefer im Tagesgeschehen drin stecken“, gab Caspary zu verstehen.

Zum andern gibt es die Abteilung 6, wo  die Gebiete Agrarpolitik, Agrarförderung und Ländliche Entwicklung angesiedelt sind. Die Leitung obliegt Ralf Hornberger, dessen Vertreter Peter Hahn ist. Diese Abteilung gliedert sich in die Unterabteilung Grundsatzfragen der Agrarpolitik und –märkte. Die Geschäfte werden von Dr. Hans-Werner Baur, Petra Häusling, Gerald Walther und Katharina Gaugler erledigt.

Weitere wichtige Bereiche sind der Geschäftsbereich Ländliche Entwicklung, Bodenordnung und  Flurbereinigungsverwaltung  mit Herrn Thomas Mitschang. Peter Hardt und Heinz Vogelgesang kümmern sich um die Investitionsförderung, Förderung der Vermarktung und ländlicher Entwicklungsmaßnahmen. Die Aufgaben im Bereich Europäische Strukturpolitik für den ländlichen Raum, Koordinierungsreferat der ELER-Verwaltungsbehörde obliegen Franz-Josef Strauß und Birgitt Herz. Die Förderung nach dem LEADEAR-Programm und dem Programm Europäische-Investitions-Partnerschaften betreut Sabine Deutschmann.

 

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