Ökonomie und Ökologie - hilft Fortschritt die Bereiche zu vereinen?

Die Mitglieder des Ausschusses für Grünland der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (LWK RLP) kamen kürzlich zur diesjährigen Herbstsitzung zusammen. Im Mittelpunkt standen ökonomische und ökologische Themen.

So referierte Gisela Horix vom Landwirtschaftsministerium in Mainz zu den „roten Gebieten“ der neuen Düngeverordnung. Matthias Heinz, Firma Omnicult, Limburg, zeigte auf, wie die Schwefeldüngung Schwarzwildschäden vermeidet. Über den Stand der Probleme mit dem Jakobskreuzkraut informierte Johannes Lenz von der LWK RLP. Raimund Fisch vermittelte Hilfen, die die Grünlandnarbe nach dem Dürresommer wiederbeleben. Und Martin Fettke erläuterte, welche Hilfe das Land zu Landwirtschaft 4.0 anbietet.
Der Vorsitzende Alfons Göbel begrüßte die Mitglieder und Gäste des Fachausschusses. Die Dürre halte weiter an, so der Vorsitzende zunächst zu aktuellen Situation der Futterbaubetriebe. „Für Anfang September haben wir noch auf ergiebigen Regen gehofft, der für einen Aufwuchs sorgen sollte. Aber auch der blieb aus“, bedauerte Göbel. Es fehle teilweise mehr als 30 Prozent Winterfutter. Auch hätten nicht wenige Betriebe frühzeitig auf die Wintervorräte zurückgreifen müssen, da kein Gras mehr gewachsen sei. Zu den 750 Millimeter Niederschlägen im Schnitt der Jahre würden bis heute 250 Liter auf dem Quadratmeter fehlen. Dabei sei im Mai in seinem Wohnort ein „Wolkenbruch“ heruntergekommen (165 Liter/m² in drei Tagen), der das Dorf überflutet und auch den Keller des Wohnhauses mit Wasser gefüllt habe. Die weiterhin herrschende Trockenheit lasse eine Bestellung der Äcker mit den Winterungen nur erschwert zu, bemerkte er. Dies alles seien Zeichen dafür, dass die Wetterextreme zunehmen und damit die Landbewirtschaftung nicht einfacher werde, stellte der Vorsitzende fest.

Der komplette Bericht ist der PDF-Datei "Herbstsitzung 2018 Ausschuss Grünland" zu entnehmen.

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