Jetzt noch 40 Prozent Förderung beim Stallumbau nutzen

Sauen haltende Betriebe können noch kurzfristig eine Förderung für Stallum- sowie Stallersatzbauten aus dem Bundesprogramm Stallumbau erhalten.

Das BMEL fördert die einzelbetriebliche Beratung für die Erstellung eines Um- oder Ersatzbaukonzepts sowie den Stallumbau. Anträge können bis zum 15. März 2021 bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gestellt werden.

Es werden 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben bezuschusst. Die Förderhöchstgrenze beträgt  500.000 Euro pro Betrieb und Vorhaben. Das Bauvorhaben muss bis Ende des Jahres 2021 abgeschlossen und darf nicht mit einer Vergrößerung des Tierbestandes verbunden sein.

Weitere Details sind im Internet unter www.ble.de/stallumbau veröffentlicht.

Hintergrund ist die bevorstehende Änderung der Tierschutznutztierhaltungsverordnung, die am 3. Juli 2020 vom Bundesrat beschlossen wurde. Nach Auskunft des BMEL wird die Verordnung in Kürze mit der Verkündigung im Bundesgesetzblatt, voraussichtlich Ende Dezember 2020, in Kraft treten.

Im Deckbereich z.B. müssen den Sauen künftig 5 m² Fläche vor ihrer Besamung zur Verfügung stehen. Sauen haltende Betriebe müssen die Änderungen der TierSchNutztV umsetzen oder dem Gesetzgeber z.B. für den Deckbereich bis zum 3. Jahr nach dem Inkrafttreten der Verordnung ein Umbaukonzept vorlegen. Ansonsten müssten sie aufgeben. Diese Zeit kann verlängert werden, wenn dem Gesetzgeber bis zum 5. Jahr nach dem Inkrafttreten der Verordnung ein genehmigter Bauantrag vorgelegt werden kann. Mit einem genehmigten Bauantrag hat man noch weitere 3 Jahre Zeit, die Planung umzusetzen.

Im Abferkelbereich etwa dürfen die Sauen künftig nur noch 5 Tage lang fixiert werden. Die Bucht muss mindestens 6,5 m² groß werden. Auch hier kann dem Gesetzgeber bis zum 12. Jahr nach dem Inkrafttreten der Verordnung ein Umbaukonzept und ein gestellter Bauantrag vorgelegt werden, um den Zeitraum bis zum 15. Jahr zu verlängern.

Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz bietet individuelle und persönliche Beratung zu diesem Thema an, die Beratungskosten werden ebenfalls gefördert: Jörg Böhmfeld steht allen Sauen haltenden Landwirten im Land unter Telefon 0651/94907-342 oder per E-Mail, joerg.boehmfeld@lwk-rlp.de, zur Verfügung.

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