Betriebe auf Fachkenntnisse angewiesen

Auf Einladung des Präsidenten der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (LWK RLP), Ökonomierat Norbert Schindler, fand in Bad Kreuznach die konstituierende Sitzung des Sachverständigenausschusses statt. Der Ausschuss besteht aus neun aus der Vollversammlung gewählten Mitgliedern, die zu Beginn der Sitzung weitere neun Mitglieder hinzu wählten. Als Vorsitzender wurde Horst Klöppel aus Katzenelnbogen gewählt, der wie sein Stellvertreter, Georg Riede aus Frankenthal, das Amt nun in der dritten Wahlperiode in Folge inne hat.

„Sie übernehmen eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe innerhalb der Gremien der Landwirtschaftskammer“, teilte der Präsident den Anwesenden mit. „Die landwirtschaftlichen Betriebe sind auf die Fachkenntnisse der Sachverständigen angewiesen. Es geht häufig um hohe Geldbeträge und existentielle Fragen, wenn Sie zu Rate gezogen werden.“ so Schindler weiter.
Der Ausschuss ist dabei eng in die Bestellungsverfahren eingebunden. Daher ist es wichtig, dass Personen aus den unterschiedlichen Fachrichtungen Landwirtschaft, Gartenbau, Weinbau und Forstwirtschaft, in denen die LWK RLP Sachverständige öffentlich bestellt und vereidigt, im Gremium vertreten sind. Elf der 18 Ausschussmitglieder sind selbst als Sachverständige öffentlich bestellt und vereidigt und kennen die damit verbundenen Aufgaben und Pflichten aus ihrer eigenen Erfahrung.

Anspruchsvolles Prüfungsverfahren
Um auch die neuen Mitglieder auf die Arbeit im Ausschuss vorzubereiten, stellte der zuständige Referent der Kammer, Jan Hendrik Müller, dem Ausschuss die Bedeutung und das Verwaltungsverfahren der öffentlichen Bestellung von Sachverständigen vor. Fachkundige Personen, die die öffentliche Bestellung anstreben, müssen sich einem anspruchsvollen Prüfungsverfahren unterziehen und dabei ihre besondere Sachkunde sowie die Fähigkeit, ihr Wissen in Gutachten zu vermitteln, nachweisen.
Anschließend stellten Günter Müller und Jan Hendrik Müller die weiteren Aufgaben des Referates 15 der LWK RLP vor. Dazu gehören die Organisation des Testbetriebsnetzes in Rheinland-Pfalz sowie die Auswertung und Veröffentlichung der Testbuchführungsergebnisse. Zudem werden Broschüren und Richtwerte zur Unterstützung bei der Regulierung von Wildschäden in landwirtschaftlichen Flächen zur Verfügung gestellt.

Motiviert für konstruktive Zusammenarbeit
Im zweiten Teil der Sitzung nahm der Ausschuss seine Arbeit auf, und es wurden dem Ausschuss neue Antragssteller für die öffentliche Bestellung als Sachverständige und aktuelle Verfahrensstände vorgestellt. Zudem berichtete Jan Hendrik Müller über geplante Fortbildungsangebote für die Sachverständigen und die aktuellen Entwicklungen im landwirtschaftlichen Sachverständigenwesen auf Bundesebene.
Die Mitglieder zeigten sich sehr beeindruckt von der verantwortungsvollen Arbeit im Ausschuss. Die Motivation in den nächsten Jahren gemeinsam konstruktiv das landwirtschaftliche Sachverständigenwesen zu begleiten, war bei allen Teilnehmern deutlich spürbar. Dafür bedankte sich der Vorsitzende Horst Klöppel zum Abschluss der konstituierenden Sitzung.

 

 

 

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