Tipps für Gastgeber: Die Trägheit austricksen

Emotionales Marketing ist für Urlaubshöfe unerlässlich. Denn wir scheitern mit dem Versuch, nur objektive Daten und Fakten in die Köpfe der Kunden zu tragen. Ein gut gebuchtes Haus, treue Stammkundschaft sind das Ergebnis harter Arbeit, kreativer Ideen, pfiffigen Marketings und der Liebe zum Gastgebersein. Erfolgreiche Urlaubsanbieter müssen Menschen mögen.

Es gibt viele Kriterien für die Wahl eines Urlaubsquartieres in einem schier endlosen weltweiten Angebot. Angesichts von Sternen, Qualitätsstandards, Bewertungen, stellt sich die Frage: „Wie erreiche ich die gewünschte Aufmerksamkeit?“. Sind meine Informationen wirkungsvoll in Geschichten verpackt, ist die Strahlkraft meiner Bilder verzaubernd, achte ich auf die Einträge in Bewertungsportalen? Hier lassen sich Stammgäste sicherlich besser einbinden als Erstbesucher auf dem Hof. Natürlich haben Gäste durch die öffentlichen Beurteilungen viel Macht. Aber Sie bieten auch die Chance, Defizite zu erkennen, Dinge zu verändern und damit besser zu werden. Stammkunden helfen uns, die Gefahr der Routine zu meiden, durch vertraute Gespräche, Ideen oder einfache Verbesserungsvorschläge. Tricksen sie mit kleinen, neuen Zielen die Trägheit aus! Wie wäre es, wenn im Betrieb Meckern nur noch gepaart mit konkreten Verbesserungsvorschlägen erlaubt ist?

Wir bieten unseren Gästen ein Zuhause auf Zeit. Das Alleinstellungsmerkmal der Betriebe darf sich nicht auf die Lage in der Natur oder idyllischen Orten beschränken. Haben wir Mut zum eigenen Design und legen den Fokus auf das, worauf es ankommt! Gastgeber sein aus Leidenschaft! Entertainment und kreative Gasterlebnisse bieten! Persönliche Zuwendung  ist eine große Kunst und unverzichtbar für den Landurlaub. Der Gast hat ein Gespür für Herzlichkeit, empathischen Service und achtvollen Umgang miteinander. Heute scheint immer weniger Platz für das Menschliche, die persönliche Begegnung zu sein. Doch Gäste kommen wieder, wegen dem, was nicht auf der Rechnung steht; Aufmerksamkeit, Wärme, Herzlichkeit, Fairness und Leidenschaft. Genau deshalb sind viele Stammgäste auf unseren Höfen.

Dazu einige  Zitate von Gastgebern mit Leidenschaft:
„ Unternehmerpersönlichkeit, ist ein großes Wort. Für mich bedeutet dies, Mut, immer einen Schritt weiter zu gehen. Charakter zeigen und als Stärke nutzen. Stammgäste sind extrem kostbar, empfehlen weiter und bringen verlässliche Buchungen. Wir lassen unsere Gäste spüren, wie wichtig sie uns sind. Herzlichkeit kann man nicht spielen, sowas kommt aus Überzeugung, und dies spüren die Gäste. Manche Gäste gehören fast schon zur Kategorie Familie.“ Esther Dahm, Paulushof

„Es ist eine wahre Freude, wenn unkomplizierte Stammgäste anreisen. Sie sind wie Leuchttürme und kommen in ihr zweites Zuhause.“ Johanna Heyen, Heyenhof

„Stammgäste kommen auch wegen der Unternehmerpersönlichkeit und erwarten Aufmerksamkeit. Wir handeln Jubiläen individuell aus Überraschung, mit einem regionalen Essen oder einem gemeinsamen Ausflug“. Marie-Theres Heß

„Unsere Stammgäste sind zu einem großen Teil Stammgäste, weil, abgesehen vom Angebot, die Persönlichkeiten zusammenpassen. Diese Gäste kommen mittlerweile als Freunde und wir denken uns besondere Nettigkeiten aus. Oft erfahren wir Änderungswünsche im vertrauten Gespräch. Diese setzen wir nach Möglichkeit bis zum nächsten Besuch um. Es wird Zeit eingeplant für den persönlichen Austausch.“ Christine Laub, Ur Laubs Hof

Wichtig ist aber, jedem Gast mit der gleichen Herzlichkeit wie einem Freund zu begegnen. Stammgäste sind wichtig für unsere Höfe, müssen aber den anderen Gästen auf dem Hof gleichgestellt sein. Um dem Gast zu vermitteln, das man alles für Ihn tut, muss sich das ganze Team mit seinen Stärken und Fähigkeiten einbringen. Dann gelingt es, den Alltagstrott auszutricksen und die Motivation zu beflügeln. Gäste honorieren individuellen, unverkrampften Service in besonderem Maße. Läuft dennoch einmal etwas schief, wenden Sie den sympathischsten Tipp von Grandhotelier Carsten Rath an: „ Fehler passieren immer wieder, wir sind schließlich auch nur Menschen. Nur einen Fehler dürft ihr nie machen; Vergesst nicht zu lächeln! Mit einem Lächeln kann viel wettgemacht werden. Es ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Herzen.“

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Tel.: 0671 793-1177

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