Tipp der Woche - Berechnungen der Lagerkapazitäten für Gülle und Festmist

Da bei der Berechnungen der Lagerkapazitäten für Gülle und Festmist viele Details zu beachten sind, bietet die Landwirtschaftskammer schon seit Jahren die gesamte Berechnung der nötigen Lagerkapazitäten für den jeweiligen Betrieb an. Diese wird auch seitens der Wasserbehörden anerkannt.

Bisher wurde die Berechnung der Lagerkapazitäten in der JGSF-Verordnung geregelt. Seit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung (DüV) am 26.5.2017 und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen vom 18.4.2017 (AwSV) sind bundeseinheitliche Regelungen anstelle des Landesrechts getreten. Grundsätzlich ist nach wie vor eine Lagerkapazität von sechs Monaten für Jauche und Gülle vorzuhalten. Betriebe mit mehr als 3 Großvieheinheiten / ha oder wenn sie über keine eigenen Ausbringflächen verfügen müssen ab 1.1.2020 neun Monate Lagerkapazität nachweisen. Betriebe, die Festmist oder Kompost erzeugen haben ab dem 1.1.2020 sicherzustellen, dass sie in einem Zeitraum von mind. zwei Monaten die anfallende Menge sicher lagern können. 

Die Verordnung enthält nun auch eine überarbeitete Tabelle bezüglich des Dunganfalls bei der Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere bereit (Anlage 9). Darin sind u.a. Rindvieh, Schweine, Pferde, Schafe, Ziegen und Geflügel mit dem jeweiligen Gülle-, Festmist- und Jaucheanfall erfasst. Wie das Fassungsvermögen nun genau zu berechnen ist, darüber gibt der § 12 Auskunft. Neben Gülle, Jauche und Festmist sind darüber hinaus anfallende Mengen an Niederschlages- und Abwasser sowie Silagesickersäfte und verbleibende Lagermengen, die betriebsmäßig nicht abgepumpt werden können, zu berücksichtigen. 

Ergänzend zur DüV bietet der Entwurf der "Technischen Regel wassergefährdender Stoffe 792 JGS-Anlagen (TRwS 792)" zudem Hinweise zu möglichen Verdunstungsanteilen und zu drei verschiedenen nötigen Freibords. Da in den Berechnungen viele Details zu beachten sind, bietet die Landwirtschaftskammer schon seit Jahren die gesamte Berechnung der nötigen Lagerkapazitäten für den jeweiligen Betrieb an. Diese wird auch seitens der Wasserbehörden anerkannt. 

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Simone Hamann-Lahr

Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

Grußwort Präsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Nadja Winter
E-Mail: nadja.winter(at)lwk-rlp.de 
Tel.: 0671 793-1177

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