So klappt’s mit dem passenden Ausbildungsplatz/Azubi

„Betrieb und Jugendliche müssen zueinander passen! Unsere Beraterinnen helfen dabei, Ausbildungsplätze passend zu besetzen.“ So steht es auf der Internetseite der Passgenauen Besetzung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (LWK RLP). Peter Stolleis und Julian Hauser können diese Aussage nur unterschreiben. Denn sie haben sich mit Hilfe der LWK gefunden und passen nach eigenen Angaben genau zueinander.

Nachdem er das agrarwissenschaftliche Gymnasium erfolgreich absolviert hat, steht für Julian Hauser fest, dass er Weinbau studieren möchte – am besten dual, damit er die Praxis direkt mitbekommt. Als er sich näher damit beschäftigt, wird er auf die Passgenaue Besetzung der LWK RLP aufmerksam. Er ruft dort an, füllt einen Bogen über sich und seine Wünsche bezüglich eines Ausbildungsplatzes aus und erhält die Auskunft, dass sich die Beraterinnen bei ihm melden, wenn passende Ausbildungsplätze vorhanden sind.
Peter Stolleis ist Winzer und führt das Weingut in Gimmeldingen-Mußbach (Pfalz) in der vierten Generation. Er hat bereits eine duale Studentin in seinem Team und möchte einem weiteren jungen Mensch die Gelegenheit geben, in seinem Betrieb zu lernen. Fast zeitgleich mit Julian Hauser, meldet er bei den Beraterinnen der Passgenauen Besetzung Bedarf an.

Die Chemie muss stimmen
Es dauert nicht lange und Julian bekommt eine Mail. „Ich erhielt drei Betriebe, die meinen Vorstellungen entsprachen. Nach ein bisschen Recherche hat mir das Weingut Stolleis am besten gefallen, und ich habe meine Bewerbungsunterlagen hingeschickt.“ Im persönlichen Gespräch wird schnell klar: Die Chemie stimmt. Und so beginnt der 19-Jährige am 1. August 2018 sein Studium „Weinbau und Oenologie“ am Weincampus Neustadt und seine Ausbildung zum Winzer im Weingut Stolleis. Hier durchläuft er alles vom Anbau im Weinberg über den Ausbau im Keller bis hin zu Vermarktung und Verkauf. „Es ist toll, dass hier noch eine Studentin tätig ist. So können wir uns untereinander austauschen“, sagt Hauser. Außerdem hat auch Kellermeister Florian Haas den dualen Studiengang in Neustadt absolviert. „Er kann total gut erklären und weiß genau, welche Informationen wir brauchen“, schwärmt Julian Hauser.
Peter Stolleis freut sich, dass sein Auszubildender, der übrigens im Weingut wohnt, sich gut eingelebt hat. „Für mich ist es essentiell, dass junge Menschen nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis kennen lernen. Das duale Studium ist dafür ideal“, sagt Stolleis.

Ausbildungsbörse und Facebookseite
Und noch jemanden gibt es, der zufrieden ist: Die Beraterinnen der Passgenauen Besetzung. „Wir schauen im Vorfeld schon, dass die Wünsche der Ausbildungskandidaten und die Gegebenheiten in den Betrieben gut zusammenpassen. Aber die menschliche Komponente muss natürlich auch stimmen. Das ist hier zu einhundert Prozent der Fall“, weiß Beraterin Elisa Franz. Zusammen mit ihrer Kollegin Stefanie Albert betreut sie die Ausbildungsbörse und die Facebookseite der Passgenauen Besetzung, informiert auf Berufsmessen und in Schulen über die Grünen Berufe. Täglich kümmern sich die beiden um die Beratung von Betrieben und potentiellen Auszubildenden. 
„Ich kann die Passgenaue Besetzung nur weiterempfehlen“, betont Peter Stolleis. „Man hat uns Julian aufs Tablett gezaubert, und ich musste fast gar nichts dafür tun.“ Auch Julian ist dankbar: „Da ich aus dem südlichen Baden-Württemberg komme, kenne ich mich hier gar nicht aus. Da war das Team der Kammer überaus hilfreich. Einfacher ging’s nicht.“
Näheres über die Passgenaue Besetzung gibt es hier auf der Internetseite oder bei Facebook. Stefanie Albert und Elisa Franz sind telefonisch unter 0671/793-1271 oder per E-Mail an passgenau(at)lwk-rlp.de zu erreichen.

Hintergrundinformation:
Das Programm „Passgenaue Besetzung - Unterstützung von KMU bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Der ESF ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union zur Förderung der Beschäftigung in Europa. Mit Hilfe dieses Programms sollen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Sicherung ihres zukünftigen Fachkräftebedarfs unterstützt werden.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

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