Schafhalter treffen Vorsorge

Öffentliche Informationsveranstaltung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen für Schaf- und Ziegenhalter.

Auch in Rheinland-Pfalz bereitet den schafhaltenden Landwirten die mögliche und gelegentlich auch herbeigewünschte Einwanderung von Wölfen aus Osteuropa Sorge. Werner Neumann, Landesvorsitzender des Landesverbandes der Schafhalter, hatte die Gefahr einer durch Wölfe in Panik versetzten und ausgebrochenen Schafherde für den Straßen- und Bahnverkehr bereits bei der Landesregierung und auch gegenüber der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz vorgetragen und dafür Verständnis gefunden.

Schafhalter in Nordrhein-Westfalen teilen diese Sorge. Bisher waren Wölfe auch dort nur kurz zu Besuch, Experten rechnen aber damit, dass es nicht mehr lange dauert, bis Meister Isegrim auch im bevölkerungsreichsten Bundesland heimisch geworden ist. Naturschützer freuen sich über die Wiedereinbürgerung dieser ursprünglich heimischen Tierart und erwarten davon einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Auch die Schäfer haben grundsätzlich nichts gegen den Wolf, fürchten aber wirtschaftliche Verluste. Wölfe ernähren sich zwar nicht hauptsächlich von Schafen, unbestritten ist aber, dass auch Schafe zur natürlichen Beute von Wölfen werden. Während Wölfe in früheren Jahrhunderten unbarmherzig bekämpft wurden, was schließlich zum vorläufigen Aussterben führte, stehen sie heute unter strengem Schutz. Deshalb wird jetzt nach Alternativen gesucht, wie Schäfer und Wölfe miteinander auskommen können.

Wie sich Schaf- und Ziegenhalter wirksam schützen können, ist Thema einer Tagung des Schafzuchtverbandes Nordrhein-Westfalen am 20. März ab 13.00 Uhr im Versuchs- und Bildungszentrum Haus Düsse der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bei Soest. Wolfexperten informieren bei dieser Veranstaltung über das Verhalten des Wolfes und seiner Bedeutung für den Naturschutz. Schäfer aus der Lausitz berichten, wie Verluste durch den Wolf wirksam verhindert werden können.

Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme kostenlos. Interessenten sollten sich anmelden beim Schafzuchtverband NRW in Paderborn, Telefon: 05251 / 32561, E-Mail: schafzuchtverband(at)lwk.nrw.de

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Heiko Schmitt
Tel.: 0671 793-1177
Email: heiko.schmitt(at)lwk-rlp.de 

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