Regional, gesund und umweltfreundlich

Mit Spargel aus den rheinland-pfälzischen Anbauregionen kommt in diesen Tagen das erste Gemüse des Erntejahres 2012 auf die Märkte. Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz rät den Verbrauchern, in den nächsten Wochen bei Spargel aus heimischem Anbau zuzugreifen. Mit den Attributen frisch, gesund und umweltfreundlich könne das regionale Erzeugnis dreifach punkten. Spargel gelange meist noch am Tag der Ernte in den Verkauf. Mineralstoffe und Vitamine bei nur 4 Prozent Kohlehydraten beinhalten die bekömmlichen Stangen. Wegen der kurzen Transportwege und dem weitgehenden Verzicht auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sei zudem die Ökobilanz unschlagbar.

Mit rd. 1.100 Hektar Anbauflächen steht Rheinland-Pfalz nur an siebter Stelle der deutschen Spargelländer. Deutlich größeren Anteil an der deutschen Anbaufläche von 23.000 ha haben etwa Niedersachsen mit über 4.000 ha, Brandenburg mit rd. 3.000 ha oder Nordrhein-Westfalen mit über 2.500 ha. Die 2011 in Rheinland-Pfalz geernteten gut 5.000 Tonnen Spargel machten daher nur 5 Prozent der deutschen Gesamternte von 103.000 t aus. Zwar schwanken die Angaben zum Pro-Kopf-Verbrauch je nach Quelle zwischen 1,2 und 1,4 kg/Jahr, sicher ist jedoch die steigende Beliebtheit insbesondere des weißen Spargels, der auch in Rheinland-Pfalz überwiegend angebaut wird. Mit einer wesentlichen Erweiterung der Anbauflächen wird aber nicht gerechnet, da in den für den Anbau geeigneten Regionen die benötigten Flächen nur begrenzt verfügbar sind und die Investitionskosten von rd. 10.000,00 Euro für die Anlage eines Hektars Spargelfeld eine hohe Hürde darstellen.

Die Landwirtschaftskammer geht davon aus, dass die Verbraucher sich in Kürze bei deutlich steigendem Angebot am Markt auf eine Normalisierung der Preise einstellen können, die in den ersten Apriltagen zwischen 10,00 und 15,00 Euro je Kilogramm der ersten Sortierung liegen. Die Frische des heimischen Spargels erkenne der Kunde an den feuchten Schnittstellen, dem angenehmen Geruch und dem Quietschen beim Aneinanderreiben der rohen, ungeschälten Stangen.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Heiko Schmitt
Tel.: 0671 793-1177
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