Rapsblüte in Rheinland-Pfalz - Für Gourmets und Motoren

Zögerlich setzt in Rheinland-Pfalz die Rapsblüte ein. Die anhaltend kühle Witterung hat den Austrieb gebremst und lässt erst wenige gelbe Flecken im Grün der Felder entdecken. Die Pflanzen folgen damit einer natürlichen Schutzfunktion, da geschlossene Blüten weniger frostempfindlich sind.

Da nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes noch bis in die erste Maiwoche hinein mit Nachtemperaturen um 0°C gerechnet werden muss, dürfte es noch solange dauern bis die Rapsblüte großflächig Farbakzente in der Landschaft setzen wird. Raps blüht zunächst an den Haupttrieben und erst nach und nach auch an den bis zu sechs Seitentrieben.

Nach Mitteilung der Landwirtschaftskammer dürfte die Anbaufläche für Raps in Rheinland-Pfalz leicht über dem Vorjahreswert von 43.100 Hektar liegen. 2010 hatte die Anbaufläche von Raps ihren bisherigen Höchststand von 46.700 ha erreicht. Raps steht nach Feststellung des Statistischen Bundesamts für die Ernte 2016 in Deutschland auf 1,34 Mio. Hektar (plus 0,7 Prozent). Übertragen auf Rheinland-Pfalz kann demnach von einer Anbaufläche nahe 44.000 ha ausgegangen werden.

Der überaus milde Winter hatte den Pflanzen, deren Saat bereits Ende August/Anfang September ver­gangenen Jahres ausgebracht wurde, keinen Schaden zufügen können. Der Witterungsverlauf in März und April war dagegen alles andere als optimal und bremste das Wachstum, was sich aktuell aber als positiv erweist.  Raps tut im jährlichen Wechsel der Agrarpflanzen im Anbau (Fruchtfolge) auch dem Boden gut. Er entwickelt noch vor dem Winter genug Blätter, um den Boden zu bedecken, die damit den Acker vor Verschlämmung und Winderosion schützen. Raps wird sowohl zu Speiseöl und Margarine als auch als Biotreibstoff, Schmier- und Hydrauliköl verarbeitet. Kalt gepresstes Rapsöl wird wegen seines feinen Geschmacks und der wertvollen Inhaltsstoffe von Gourmets geschätzt. Als Kraft- und Schmierstoff weist Rapsöl eine gute Ökobilanz auf. Was aus Raps wird, entscheidet sich erst nach der Ernte im Handel.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

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