Prägnantes Weinerlebnis in ursprünglicher Atmosphäre

Wer gerne eine Straußwirtschaft oder eine Gutsschänke besucht, gilt als kultur- und genussorientiert und bevorzugt authentische, typische Weingastronomie in individueller, ursprünglicher Atmosphäre für ein prägnantes Weinerlebnis.

Wie die Betreiber der entsprechenden Einrichtungen im Anbaugebiet Nahe die Erwartungen ihrer Besucher bestmöglich erfüllen und damit ihr gastronomisches Angebot zum Erfolg führen können, vermittelt ein umfangreiches Seminarprogramm, das in Kooperation von Gebietsweinwerbung Weinland Nahe, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) und Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz durchgeführt wird. In Bad Kreuznach fand jetzt die Auftaktveranstaltung statt.

Für die Landwirtschaftskammer stellte Hans-Willi Knodel, Vollversammlungsmitglied und Mitglied des Weinbauausschusses der Kammer, in seinem Grußwort die Gastperspektive in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Bei all den Themenbereichen, die von sachkundigen und erfahrenen Fachleuten während der kommenden Wochen behandelt werden, empfiehlt er daher, sich der Frage "Wann ist eine Straußwirtschaft eine gute Straußwirtschaft?" immer von der Gastseite aus nähern. Denn der Gast sei es, der am Ende die Frage beantwortet  und damit darüber entscheidet, ob der Betrieb einer Straußwirtschaft erfolgreich ist oder nicht. Wenn in den verschiedenen Modulen dieses Seminars Qualitätsstandards für Präsentation und Ausstattung, für Essen und Trinken, für Kalkulation und Service erarbeitet werden, sollten dabei immer die Erwartung und der Anspruch des Gastes Priorität haben.

"Mit Straußwirtschaft verbindet der Gast Atmosphäre und Gemütlichkeit, Individualität, Ursprünglichkeit, Freundlichkeit und persönliche Zuwendung, gutes Essen aus regionalen Produkten und nach regionalen Rezepten, guten Wein aus eigenem Anbau und nicht zuletzt faire Preise", so Knodel. Der Gast müsse sich in der Straußwirtschaft oder in der Gutsschänke wohlfühlen und sich gerne an den Besuch zurück erinnern. Dann komme er wieder. Dann werde er beim nächsten Mal mit Freunden und Bekannten kommen. Und er werde weitererzählen, wie schön es war. Damit werde der Gast zum perfekten und dazu kostenlosen Werbeträger.

Die Teilnehmer des Lehrgangs verdeutlichten an diesem Abend ihre umfassenden Erwartungen an den Lehrgang, die von der Entscheidung für oder gegen die Einrichtung eines gastronomischen Angebot im eigenen Weinbaubetriebe, die Gewinnung von neuen Ideen, insbesondere im Bereich Architektur, Inneneinrichtung sowie Speiseangebot, über die Kalkulation von Speisen und die Speisekartengestaltung bis hin zum Erfahrungsaustausch und der besseren Vermarktung des Angebotes breit aufgestellt sind.

Die Veranstalter verfolgen mit dem Lehrgang das Ziel, die in der Regel nicht als Gastronomen ausgebildeten Betreiber von Straußwirtschaften und Gutsschänken in sieben ganztägigen Modulen in den Bereichen Profilierung und Positionierung, Weinpräsentation, Kulinarisches Angebot, Kalkulation, Wein- und Speisekartengestaltung, Architektur und Ambiente, sowie Service am Gast weiter zu qualifizieren. Angestrebt wird, dass sich nach dem Seminar eine Gruppe findet, die weiter zusammenarbeitet, auch um ihre weintouristischen Angebote gemeinsam für die Einheimischen und die Gäste der Region zu bewerben, denn der Bereich Wein bildet im touristischen Marketing an der Nahe eine wesentliche Säule.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Heiko Schmitt
Tel.: 0671 793-1177
Email: heiko.schmitt(at)lwk-rlp.de 

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