Mistlagerung in der Pferdehaltung

Ist bei einer Dungstätte für Pferdemist eine Jauchegrube notwendig?

Eine häufige Frage von Betriebsleitern ist, ob für die vorhandene bzw. geplante  Dungstätte von Pferdemist eine Jauchegrube erforderlich ist. Grundsätzlich ist diese einzuplanen, denn nur unter bestimmten, engen Voraussetzungen kann darauf verzichtet werden.

Zunächst einmal gilt Pferdemist als trocken, denn der anfallende Harn wird komplett in der Einstreu gebunden. Voraussetzung hierzu ist, dass in den Pferdeboxen eine entsprechende Einstreumenge vorhanden ist. Als Einstreumaterial können sowohl Stroh, als auch Sägespäne verwendet werden. Die Einstreumenge definiert sich nach den Haltungssystemen. Man unterscheidet, ob die Tiere in Einzelboxen oder in Gruppenhaltung aufgestallt werden.

Im höchsten Fall sind pro GV (Großvieheinheit) und Tag 10 kg Einstreumenge erforderlich (Quelle: KTBL Wirtschaftsdünger-Rechner). Bei der empfohlenen Menge an Einstreumaterial wird der  Harn komplett gebunden.

Im Regelfall sind die vorhandenen bzw. geplanten Dungstätten nicht überdacht, damit der gelagerte Mist den Wettereinflüssen ausgesetzt ist, um entsprechend zersetzt werden zu können. Um diesen Prozess zu fördern, ist Niederschlagswasser notwendig. Das auf den Mist fallende Niederschlagswasser wird verunreinigt und kann nicht komplett vom Mist aufgenommen werden. Das überschüssige verunreinigte Niederschlagswasser muss zwingend  in einem angeschlossenen Behälter aufgefangen werden.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Heiko Schmitt
Tel.: 0671 793-1177
Email: heiko.schmitt(at)lwk-rlp.de 

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