Hervorragende Plattform für Zusammenarbeit nutzen!

Fördergemeinschaft Braugerste plant Jahresprogram und bietet sich der gesamten Wertschöpfungskette als Plattform für konstruktive Zusammenarbeit an.

Neben der Abwicklung  der Regularien standen mit der Beratung des Haushaltsplans, der Diskussion über die Organisation von Braugerstenfahrt und Braugerstentag sowie der Information über die Arbeit des Technischen Ausschusses die inhaltliche Ausrichtung der Arbeit der Fördergemeinschaft Braugerste Rheinland-Pfalz im Jahr 2013 auf der Tagesordnung der Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung in Halsenbach-Ehr.

Zum Einstieg in die Tagesordnung stellte der Vorsitzende der Fördergemeinschaft Braugerste Rheinland-Pfalz und Vizepräsident der Landwirtschaftskammer, Heribert Metternich, die zentrale Bedeutung des Braugerstenanbaus vor dem Hintergrund der Kulturartenvielfalt, der Ökologie und des Landschaftsbildes, aber auch der Regionalität und Transparenz der Rohstoffversorgung von Malzindustrie und Brauwirtschaft heraus. Diese bedinge eine konstruktive Zusammenarbeit der gesamten Wertschöpfungskette, für die die Fördergemeinschaft Braugerste eine hervorragende Plattform biete. Positive Impulse  erwarte man hier in der Zukunft auch durch die Mitgliedschaft von Einzelunternehmen des Erfassungshandels, schwerpunktmäßig der Genossenschaften, und der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätsgetreide, Öl- und Eiweißpflanzen Rheinland-Nassau ab diesem Jahr. Angesichts internationaler Märkte bedeute dies allerdings nicht, dass es eine vertragliche oder preisliche Insellösung für   Qualitätsbraugerste aus Rheinland-Pfalz, aber sehr wohl zeitnähere Abstimmungen und   Reaktionen auf bestimmte Verhältnisse, geben könne.

Als Branchentreff mit hohem Stellenwert und mit Informationen vor Ort zum Stand der Kultur, die Anstrengungen der Züchterhäuser und die Arbeit des Versuchswesens im Bereich der Winter- und Sommerbraugerste ist auch dieses Jahr wieder die Braugerstenfahrt am 20. Juni 2013 in der Region Rheinhessen anzusehen. Gleich  der Bedeutung dieser Veranstaltung ist sicher  der Braugerstentag am 21. Nov. 2013 im DLR Oppenheim. Inhaltlich ausgerichtet wird der Tag auf Fragen der Betriebswirtschaft und des Marktes bei Braugerste, moderne Bodenbearbeitungs- und Bestellverfahren im weltweiten Überblick sowie zukunftsorientierte Ausrichtung und Leistungen der Braugerstenzüchtung. Ergänzt wird die Tagesordnung durch die schon traditionelle Vorstellung der Ergebnisse der Landessortenversuche zu Winter- und Sommerbraugerste sowie die Erläuterung der Parameter zur technologischen Prüfung und Bewertung neuer Braugerstensorten im Rahmen des Berliner Programms.

Diese Arbeit steht in engem Zusammenhang mit den Aktivitäten des Technischen Ausschusses der Fördergemeinschaft Braugerste Rheinland-Pfalz e.V. Die hier in diesem Jahr im großtechnischen Maßstab im Süden des Landes angelegten Demonstrationsflächen der Winterbraugerstensorte Liga und der Sommerbraugersten Overture und Solist jeweils im Vergleich zu Wintmalt und Marthe  werden in das Programm der Braugerstenfahrt integriert. Der Braugerstenwettbewerb als Spiegelbild des Qualitätsbraugerstenanbaus in der Praxis wird den Braugerstentag abrunden.

Konstruktiv diskutiert wurde unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden der Fördergemeinschaft Braugerste Dr. Georg Stettner von der Bitburger Braugruppe auch die Entscheidung des TA die Sorte Catamaran in der Nachfolge der Sorte Marthe in den Höhenlagen des Landes in 2013 für die Vermehrung und  demnach 2014 für den Konsumanbau zu empfehlen. Handel und Genossenschaften haben signalisiert, die zeitnahe Umsetzung des Sortenwechsels zu unterstützen.

Unsicher waren angesichts der Erfahrungen mit der Vermarktung von Braugerste in den letzten beiden Jahren trotz guter Preise und Braugerstenerträge 2012 die Aussagen der Mitglieder zum Braugerstenanbau für 2013. Es wird allgemein mit einer Fläche auf oder knapp unter dem Niveau von 2011 gerechnet. Was das angesichts der derzeitigen Versorgungslage für die Anschlussversorgung mit Braugerste aus der Ernte 2013 und die daraus resultierenden Preise bedeutet, ist derzeit noch nicht konkret abzuschätzen.

Insgesamt vermittelte die Sitzung, in der sich auch Karl Riedesser als Nachfolger von Manfred Schnorbach in der Geschäftsführung vorstellte und mit den Teilnehmern erste konstruktive Gespräche über die künfte Arbeit führte, eine doch noch recht positive Grundstimmung.

Manfred Schnorbach, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Heiko Schmitt
Tel.: 0671 793-1177
Email: heiko.schmitt(at)lwk-rlp.de 

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