Fleischrinderzucht gut aufgestellt

Das Konzept der Veranstaltung mit Tierschau und Landwirtschaftsausstellung war auch in diesem Jahr maßgeblich für den hervorragenden Besuch am Beda-Markt-Wochenende in Bitburg. Die Nachfrage nach Standflächen war so hoch wie nie zuvor. Die landwirtschaftliche Fachmesse die anlässlich des Beda-Marktes von der Rinder Union West eG, der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und dem Fleischrinder Herdbuch Bonn organisiert wird, unterstrich ihren Ruf als größte Veranstaltung dieser Art in Rheinland-Pfalz auf das deutlichste.

Der Sonntagvormittag steht am Wochenende des Beda-Marktes in der Eifelhalle im Zeichen der Fleischrinderprämierung.

Den Anfang im Richtwettbewerb macht die Rasse Charolais. Eine bestens besetzte Klasse mit 4 Kühen mit Kalb bei Fuß stellte die beiden Preisrichter, Dr. Wilfried Jörgens, Burscheid und Dr. Josef Dissen, Bonn bereits gleich zu Beginn vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Die junge, sehr harmonische und elegante Hanni, Rassesiegerin des Vorjahres von Liane Forst, Eschbach / Rhein-Lahn erhielt den Vorzug vor der 5 Jahre älteren, ebenfalls schauerfahrenen, kapitalen Rabea von Thomas Bräuer, Wied / Westerwald. Auf den dritten Platz rangierten die Preisrichter die korrekte Umba von der JVA Wittlich / Bernkastel-Wittlich vor ihrer Stallgefährtin Ute, die mit mehr als 14 Lebensjahren älteste Teilnehmerin im Fleischrinderwettbewerb war. Bei den Rindern konkurrierten die Zuchtstätten Bräuer und Forst mit zwei bestens entwickelten und vielversprechenden Jungtieren. Hier konnte sich die Zuchtstätte Bräuer mit Scarlett vor Hasina Pp von Forst knapp durchsetzen. Der Titel des Rassesiegers wurde der Charolaiskuh Hanni zugesprochen.

Die Rasse Angus wird von Norbert Meyer, Duppach / Vulkaneifel in Herdbuchzucht gehalten. In diesem Jahr stellte er eine sowohl im Alter als auch im Typ sehr ausgeglichene Gruppe bestens entwickelter Jungrinder aus. Auch diese Gruppe wurde rangiert und der Ia-Preis der Ginster MS-Tochter Anna zugesprochen.

Michael Fey, Gemünden und Nadine Gärtner, Beulich beide aus dem Kreis Rhein-Hunsrück stellten bei der Rasse Hereford drei Bullen in verschiedenen Altersstufen aus. Hier konnte der 4jährige sehr großrahmige und bestens bemuskelte Classman F aus der Zuchtstätte Gärtner den Ia-Preis und damit den Titel des Rassesiegers der Hereford vor dem ebenfalls sehr korrekten Wisdom von Fey erringen. Auf den dritten Platz stellten die Preisrichter den noch jungen aber sehr gut bemuskelten Caesar von Fey, ein Classman F-Sohn, der für die Zukunft einiges erwarten lässt.

Bei den Highland stellte der Zuchtbetrieb Ralph, ehem. Bernhard Simon, Schwirzheim / Eifelkreis zwei typvolle und hervorragend entwickelte Färsen vor. Auf den ersten Platz rangierten die Preisrichter die schwarze Corinna v. Hartelstein vor ihrer weißen Stallgefährtin Flocke v. Hartelstein. Bereits Anfang März hatte sich Flocke auf dem Frühjahrsmarkt des Westdeutschen Highland Cattle Verbandes in Bitburg mit einer Ib-Platzierung sehr achtbar geschlagen. Die Rasse Galloway gehört wie die Highland Cattle zu den Extensivrassen. Bernd Midinet, Dohr / Cochem-Zell betreibt seit vielen Jahren erfolgreich Herdbuchzucht und stellte in Bitburg zwei interessante Färsen dieser Rasse vor. Mütterlicherseits auf die gleiche Linie zurückgehend konnten die beiden ausgestellten Tiere jedoch aufgrund ihrer väterlichen Abstammung durchaus unterschiedliche Typen deutlich machen. Der Ia-Preis wurde Petra v. Ellerbach vor ihrer Stallgefährtin Patrischa zugesprochen.

Einen besonderen Blickfang bot in diesem Jahr Andreas Thiex, Waldhof / Eifelkreis mit zwei Vertreterinnen der Rasse Zwergzebu. Erstmals auf dem Beda-Markt im Fleischrinderwettbewerb dabei, konnte er mit seinen typvollen, interessanten Tieren viel Interesse bei den Besuchern erzeugen.

Die Rasse Glanrind gehört seit einigen Jahren fest zum Programm. Markus Linn, Hinzert-Pölert / Trier-Saarburg stellte einen dreijährigen Bullen, ein Jungrind und einen jungen Bullen im Absetzeralter aus. Vor allem der sehr gut entwickelte Jungbulle Idefix überzeugte die Preisrichter und erhielt den Ia-Preis vor seinem Stallgefährten Felix zugesprochen.

Abgerundet wurde der Fleischrinderwettbewerb mit der Prämierung der Limousins. Die Klasse der Bullen war nur mit einem Vertreter von Matthias Heinzen, Lissendorf / Vulkaneifel besetzt, Gandhi Rep, ein sehr großrahmiger Bulle mit besten Rassemerkmalen und sehr guter Bemuskelung. Die Konkurrenz der Kühe konnte Michael Hausen, Hentern / Trier-Saarburg mit Utopa, einer sehr typvollen und gut entwickelten jungen Kuh mit ihrem ersten Kalb bei Fuß für sich entscheiden. Sie erhielt den Vorzug vor der ebenfalls typstarken Bastienne aus der Zucht von Josef Hornberger und ihrer Stallgefährtin Usira. Bei den Jungrindern konnte Tiffany, eine elegante Färse aus der Zucht von Gerhard Wendling, Külz / Rhein-Hunsrück die erste Klasse vor Elysee von Matthias Heinzen für sich entscheiden. In der zweiten Rinderklasse konkurrierten die gleichen Zuchtbetriebe. Hier erhielt die junge, hornlos gezogene Ute Pp von Heinzen den Vorzug vor Ulla von Wendling. Die Siegerauswahl bei den Limousin zeigte noch einmal die ganze Palette der prämierten Tiere der Rasse Limousin. Bei dieser letzten Entscheidung in der Fleischrinderkonkurrenz wurde der Siegerpreis der Färse Tiffany von Gerhard Wendling zugesprochen.

Allen Züchtern sei an dieser Stelle Lob und Anerkennung für die hervorragende Präsentation ausgesprochen. Intensiver Gedankenaustausch war an den Ausstellungsständen der Firmen und Organisationen möglich.

Ein besonderer Dank gilt wie immer allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.

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Gertrud Werner, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Heiko Schmitt
Tel.: 0671 793-1177
Email: heiko.schmitt(at)lwk-rlp.de 

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