Erste mobile Geflügelschlachterei in Rheinland-Pfalz am Start

Im März hat die erste zugelassene mobile Geflügelschlachterei in Rheinland Pfalz ihren Betrieb aufgenommen, und zwar im Vulkaneifel-Kreis. Eine große Unterstützung für kleinere Betriebe und ein Beitrag zum Tierschutz.

Denn aufgrund einer stetig wachsenden Nachfrage nach regionalen Eiern und Geflügelfleisch ist die Zahl der Direktvermarkter in diesem Bereich stetig gewachsen. Doch für den einzelnen Betrieb ist der Aufwand für ein eigenes Schlachthaus in der Regel  betriebswirtschaftlich nicht darstellbar. Hierzu ist anzumerken, dass beispielsweise in Baden-Württemberg Zuschüsse für Hühnermobile nur noch bei Nachweis einer Verwertung der Althennen gewährt werden. Darauf weist Frau Futterknecht, Geschäftsführerin des Geflügelwirtschaftsverbandes hin.

Seit etwa einem halben Jahr planen Karl Oster, Metzger und Verarbeiter aus Mosbruch und Axel Hilckmann, Fachberater für die ökologische Geflügelhaltung aus Wittlich die fahrbare Geflügelschlachtung. Die Zulassung wurde durch die Kreisverwaltung unterstützt.

Im praktischen Einsatz schließt der Geflügelhalter mit dem Mobilbetreiber einen Mietvertrag für die Inanspruchnahme des Schlachtmobils. Er meldet dies bei der für ihn zuständigen Kreisverwaltung (Registrierung) und die Tiere werden dann im Rahmen der 10.000er Regelung vor Ort auf dem Erzeugerbetrieb geschlachtet. Das Geflügelfleisch kann dann im Rahmen der Direktvermarktung ohne Zulassung abgegeben werden, sofern dies im Umkreis von 100 km erfolgt und der Schwerpunkt bei der direkten Abgabe an den Endkunden liegt. 

Die mobile Geflügelschlachterei aus dem Vulkankreis schlachtet neben Legehennen auch Masthähnchen, Bruderhähne, Puten und Wassergeflügel.

Haben Sie Fragen rund um Registrierung und Direktvermarktung, so können Sie sich gerne an unser Beratungsteam Einkommensalternativen der Landwirtschaftskammer wenden (EA@lwk-rlp.de, Tel. 0671/793-1155). Auskünfte erhalten Sie auch direkt bei Karl Oster (Tel.:  0171 – 836 3895) oder Axel Hilckmann (Tel.:  0175 1 600-300).

Ergänzend können wir darauf hinweisen, dass es demnächst ein weiteres, im Saarland zugelassenes Schlachtmobil geben werden, das auch grenznahen Betrieben in Rheinland-Pfalz zu Verfügung stehen wird.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Heiko Schmitt
Tel.: 0671 793-1177
Email: heiko.schmitt(at)lwk-rlp.de 

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