Deutschlands Weinland Nr. 1 braucht gut ausgebildete Winzer

Jungwinzer aus fünf Anbaugebieten ins Berufsleben verabschiedet

Neben den günstigen Boden- und Klimabedingungen bezeichnet Landwirt­schaftskammerpräsident Ökonomierat Norbert Schindler MdB die anspruchsvolle dreijährige Winzerausbildung als großen Wettbewerbsvorteil des Weinlandes Rheinland-Pfalz. Nur gut qualifizierte Winzer seien in der Lage, das großzügige Angebot, das die Natur in dieser Region vorhalte, auch zu nutzen und Weine zu erzeugen, die keine Konkurrenz zu scheuen brauchen. Bei der Abschlussfeier der diesjährigen Absolventen der Winzerausbildung aus den Anbaugebieten Ahr, Mittelrhein, Nahe, Pfalz und Rheinhessen im rheinhessischen Flonheim, verabschiedete Schindler insgesamt 134 Jungwinzer in ein spannendes Berufsleben. Aus dem Anbaugebiet Mosel wurden weitere 27 Absolventen gestern in Trier gefeiert.

134 Jungwinzer bedeute gegenüber dem Vorjahr (172) einen erheblichen Rückgang. Auch 185 neue Ausbildungsverträge für den Winzerberuf seien gegenüber dem Vorjahr (200) ein Minus, was im Wesentlichen auf die demografische Entwicklung zurück zu führen sei. Rheinland-Pfalz als Deutschlands Weinland Nr. 1 brauche gut ausgebildete Winzer. Insgesamt bedeuteten aber die aktuell knapp 550 Auszubildenden eine nicht ausreichende Nachwuchsquelle für die rd. 5.000 Vollerwerbsbetriebe im rheinland-pfälzischen Weinbau. Auch in diesem Jahr gehe die Kammer davon aus, dass nach Abschluss des letzten Ausbildungsvertrags und nach Aufnahme des letzten Nachzüglers viele Lehrstellen unbesetzt bleiben werden. Präsident Schindler wies aber auch darauf hin, dass die Winzerausbildung nicht auf die leichte Schulter genommen werden dürfe. Dies müsse jedes Jahr von nicht wenigen Auszubildenden erkannt werden, die dann vorzeitig aussteigen oder die Prüfung nicht bestehen. Er sage daher Ja zu mehr Ausbildungsbewerbern für den Winzerberuf, aber er sage auch klar Nein zum Einstieg in die Winzerausbildung ohne vorausgehende gründliche Information und ohne ehrliche Bereitschaft zu engagiertem, zielstrebigem Lernen.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Heiko Schmitt
Tel.: 0671 793-1177
Email: heiko.schmitt(at)lwk-rlp.de 

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