Buchsbaumzünsler - Jetzt den Buchs retten

Seit 2008 macht die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz auf einen mit Zierpflanzimporten aus Ostasien eingeschleppten Pflanzenschädling aufmerksam.

Der Buchsbaumzünsler (Glyphodes perspectalis), der sich damals anschickte, in Deutschland einzuwandern, ist inzwischen zumindest im südlichen Rheinland-Pfalz heimisch geworden und stellt eine er­hebliche Gefahr für den beliebten Buchs in Hausgärten und öffentlichen Anlagen, wie Parks oder Friedhöfen, dar. Der milde Winter kam auch diesem Schädling entgegen. Wer Buchs im Garten hat, sollte ihn deshalb jetzt nach Eiablagen oder bereits geschlüpften  gefräßigen Raupen absuchen und die Pflanze retten.

Der Buchsbaumzünsler ist eine Schmetterlingsart, die 2007 erstmals in Mitteleuropa beo­bachtet wurde. Der Kleinschmetterling fällt, von oben betrachtet, durch seine fast dreieckige, weiße, schwarzgerahmte Grundform auf. Die gelb-grün-schwarz-gestreiften Raupen mit schwarzem Kopf können bis zu fünf Zentimeter lang werden, sind vielerorts geschlüpft und haben schon mit ihrem Fraß begonnen. Ist die Zierpflanze befallen, muss schnell ge­handelt werden, da sich der Schädling rasch vermehrt, zwei bis vier Generationen im Jahr bildet und den Buchsbaum in kurzer Zeit kahlfressen kann. Die Raupe frisst, wenn sie die Blätter vollständig vernichtet hat, auch die grüne Rinde um die Zweige herum bis aufs Holz ab. Alle Teile über diesen Fraßstellen sterben ab. Typisch für die Raupen des Buchsbaumzünslers ist die Bildung von Gespinsten, hinter denen sie sich in den leicht gewölbten Blättern verstecken..

Die Landwirtschaftskammer emp­fiehlt aufmerksame, aber unaufgeregte Beobachtung. Gegenmaßnahmen sind nur bei eindeutigem Nachweis erforderlich. Einzelne verdorrte Blätter oder auch ein trockener Ast sind allein noch kein Hinweis auf den Buchsbaumzünsler. Bei Auftreten, erkennbar an Raupen, Fraßspuren und Kotresten, rät die Kammer, zunächst die vielfältigen Informationsmöglichkeiten im Internet (www.buchsbaumzuensler.net)  zu nutzen und beim Einsatz von Insektiziden auf den Schutz von Nützlingen, insbesondere Bienen, zu achten. Geeignet nennt die Kammer Mittel auf der Basis des Bacillus thuringiensis. Mühsam, aber effektiv ist das Absuchen und Einsammeln der Raupen.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Heiko Schmitt
Tel.: 0671 793-1177
Email: heiko.schmitt(at)lwk-rlp.de 

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