Blauzungenkrankheit nach langer Zeit wieder in Rheinland-Pfalz

In Rinderbeständen in den Landkreisen Trier-Saarburg und Südwestpfalz ist die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) nachgewiesen worden. Das teilt das Landesuntersuchungsamt (LUA) mit. Die positiven Untersuchungsergebnisse sind durch das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt worden. Damit sind die ersten Nachweise dieser Tierseuche in Rheinland-Pfalz seit Mai 2009 erfolgt.

Seit 2012 war das Land offiziell BT-frei. Die Blauzungenkrankheit befällt ausschließlich Wiederkäuer, vor allem Rinder, Schafe und Ziegen. Für den Menschen besteht keine Gesundheitsgefahr. Seit dem 15.Januar 2019 ist ganz Rheinland-Pfalz zum BT-Sperrgebiet erklärt worden. Das ist mit großen Handelsbeschränkungen für die betroffenen Tierarten verbunden. Aus dem Sperrgebiet dürfen die krankheitsempfänglichen Tiere nur noch nach Blutprobenuntersuchung oder mit wirksamem Blauzungenimpfschutz in BT-freie Regionen verbracht werden.
Zusätzlich sind durch die Tierhalter Erklärungen zur Seuchenfreiheit abzugeben und die örtlich zuständigen Veterinärbehörden über Tiertransporte zu unterrichten. Jeder Landwirt, der Rinder, Schafe oder Ziegen hält, ist gut beraten, sich bei seiner zuständigen Amtstierärztin oder seinem Amtstierarzt zu informieren und die sich hier befindlichen Informationen zu beachten. Auf der Internetseite des LUA können auch die für das Verbringen der Tiere erforderlichen Formulare heruntergeladen werden.

Kammerpräsident

© DBT/Simone M. Neumann

Ökonomierat Norbert Schindler

Pressekontakt

Nadja Winter
E-Mail: nadja.winter(at)lwk-rlp.de 
Tel.: 0671 793-1177

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