Aktuelles zum Milchmarkt

Im April 2019 haben die Auszahlungspreise der Molkereien für konventionell erzeugte Milch in Deutschland weiter nachgegeben. Durch die nachhaltige Erholung am Eiweißmarkt und dem insgesamt sehr stabilen Käsemarkt dürfte es mit den Erzeugerpreisen ab der Jahresmitte 2019 aber wieder aufwärts gehen.

Milchpreistabelle und den Gesamtbericht als Pdf-Dokumente am Ende des Artikels 

Milchanlieferung zuletzt nur verhaltend ansteigend; überwiegend stabile Produkten-  als auch Erzeugerpreise. Rückgang der Erzeugerpreise wahrscheinlich aber ab Juni beendet 

Die AMI berichtet: Im April 2019 haben die Auszahlungspreise der Molkereien für konventionell erzeugte Milch in Deutschland weiter nachgegeben. Durch die nachhaltige Erholung am Eiweißmarkt und dem insgesamt sehr stabilen Käsemarkt dürfte es mit den Erzeugerpreisen ab der Jahresmitte 2019 aber wieder aufwärts gehen. Zwischenzeitlich werden die Entwicklungen am Milchmarkt jedoch noch von weiter von den unverändert schwächelnden Notierungen am Buttermarkt bestimmt. Nach ersten Schätzungen der AMI zahlten die Molkereien im April im bundesweiten Mittel rund 33,2 ct/kg für konventionell erzeugte Milch (mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß). Das waren etwa 0,3 ct/kg M. weniger als im Monat zuvor. In gleichem Umfang hatten die Preise bereits im März 2019 nachgegeben. Damit hat sich der moderatere Rückgang fortgesetzt, nachdem über den Jahreswechsel Abschläge, um bis zu 0,9 ct/kg M. zu verzeichnen waren. Der Vorsprung gegenüber dem Vorjahr hat sich damit im April auf 1,0 ct vergrößert. Im Mittel der ersten vier Monate liegt das aktuelle Auszahlungsniveau mit 33,6 ct/kg Milch nur geringfügig (um 0,1 ct/kg Milch) über dem entsprechenden Ergebnis von 2018. 

Global Dairy Trade Tender: Im Juni 2019 zweiter Preisrückgang in Folge

Beim letzten Global Dairy Trade Tender (am 04.Juni 2019) gingen die Preise im Mittel um - 3,4 % zur Vorauktion (am 21.Mai 2019) zurück; auch der Tender am 21. Mai schloss seinerzeit mit einem Minus in Höhe von 1,2 %, über alle Produktgruppen. Mit einem Minus von 14,0 % (im Mittel über alle Zeiträume) dominierte dabei zuletzt der Preisrückgang bei Käse; aber auch Butter (- 10.3 %) und Buttermilchpulver (- 10,1 %) mussten vergleichsweise kräftige Preiseinbußen hinnehmen. Im Minus waren zuletzt auch Butteröl (- 5,7 %), Magermilch- (- 4,0 %) und auch Vollmilchpulver (- 1,5 %). Ansteigende Preise gab es zuletzt nur bei Kasein (+ 4,2%). Nachdem die Vorauktionen aber jeweils mit zunehmend geringeren Mengen beschickt worden waren, stieg zuletzt das gehandelte Volumen wieder auf 19.874 t an (immerhin + 28,1 % mehr Ware, als beim Termin am 21.05.2019). 

Kieler-Rohstoffwert: Im Mai 2019, mit 32,0 ct/kg Milch, wieder leicht fester

Für Mai 2019 ermittelte das "ife-Institut, Kiel" für den "Kieler-Rohstoffwert Milch" (für Milch mit 4% Fett, ab Hof des Erzeugers, o. MwSt.) einen nun wieder leicht fester tendierenden Rohstoff-Wert, nun aktuell wieder in Höhe von 32,0 ct/kg Milch (+ 1,4 ct/kg M.; bzw. + 4,6 % zum April-Wert 2019, in Höhe von 30,6 ct/kg Milch).

Der aktuelle Mai- Rohstoffwert-Milch liegt damit, mit - 3,1 ct/kg Milch (bzw. um – 8,8 %), unter dem ife-Rohstoffwert für Mai- Milch 2018.

Damals wies das ife-Institut einen Rohstoffwert Milch (bei 4 % Fett) in Höhe von immerhin schon 35,1 ct/kg Milch aus. Der neuerliche Preisanstieg des Kieler - Rohstoffwertes für den Monat Mai 2019 erklärt sich vor allem aus den unverändert leicht schwächer tendierenden Preisen für abgepackte Butter und den zuletzt aber auch eher stabil bis auch leicht fester tendierenden Notierungen für Magermilchpulver. Der Kieler-Rohstoffwert berücksichtigt nur die aktuellen Verwertungserlöse für Butter und Magermilchpulver; unberücksichtigt bleiben dabei die langfristigen Kontraktpreise. Der Rohstoffwert gibt also nicht den Auszahlungspreis einer bestimmten Molkerei an; er gilt aber als wichtiger Indikator für die Milchmarkt-Preisentwicklung in Deutschland und Europa. 

EU - Spotmilchmarktpreise: In etwa stabil; mit leicht festeren Tendenzen

Offiziell stellte die EU-Kom. (zuletzt am 09.04.2019) fest, dass der

italienische Spotmilchmarktpreis (bei 3,6 % Fett, frei Molkerei; Quelle: Clal.it), von ehemals von 46,00 (am 25.11.2018), von 45,8 (am 09.12.), von 44,8 (am 21.12.), von 41,3 (am 30.12.), von 42,3 (am 13.01.), von 42,3 (am 22.02.), von 40,0 (am 31.03.), von 39,50 (am 07.04.), von 38,8 (am 14.4.), von 38,0 (am 28.4.), von 38,3 (am 08.05.), von 38,5 (am 12.05), von 39,0 (am 19.05.)  auf zuletzt wieder ein Preis in Höhe von 39,3 ct/kg Milch (am 26.05.2019) angestiegen ist. Für die Niederlande werden von der EU -Kommission seit Mitte März 2019 keine neueren Preise mehr genannt. 

Zur Entwicklung der regionalen Molkerei-Auszahlungspreise

Den allgemeinen Tendenzen an den Märkten für Milchprodukte folgend leisteten die in Hessen, RLP und dem Saarland erfassenden Molkereien für  „April-Milch 2019" mehrheitlich leicht schwächere Milch-Auszahlungspreise. 

Die aktuellen Milchauszahlungspreise der regional erfassenden Molkereien sind der beigefügten pdf-Datei zu entnehmen.

Den gesamten Artikel und Exkurse entnehmen Sie bitte dem Dokument im Anhang

f.d.R.   Reimund Möcklinghoff; Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Ref. 25

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