Siegerweine - Die Besten eines Jahres bei der Landesprämierung für Wein und Sekt
Mit ihren besten Weinen bewerben sich die rheinland-pfälzischen Winzer bei der Landesprämierung. Im Prämierungsjahr 2008/2009 z.B. waren das rd. 19.000 Weine (16 %) aus rd. 1.700 Betrieben. 3.790 erhielten in diesem Landeswettbewerb die höchste Prämierung, die Goldene Kammerpreismünze.
Die besten Weine eines ganzen Prämierungsjahres herauszufinden, machte sich dann der Siegerwein-Wettbewerb zur Aufgabe. In einer jährlich neu festgelegten Zahl für den Jahrgang und die sechs Anbaugebiete typischen Kategorien haben ausschließlich die im Jahresverlauf goldprämierten Weine die Chance, sich um den Titel Siegerwein des Jahres zu bewerben. Die Sieger werden von unabhängigen Fachgremien in verdeckten Proben ermittelt.
Der Siegerwein wird als bester Wein einer bestimmten, für Jahrgang und Region jeweils typischen Kategorie eines Anbaugebietes unter den goldprämierten Weinen der aktuellen rheinland-pfälzischen Wein- und Sektprämierung ausgewählt.
Der Siegerwein gilt somit als Leitwein des Jahres für die jeweilige Kategorie im Anbaugebiet.
Was ist die Wein- und Sektprämierung? Die Wein- und Sektprämierung wird seit vielen Jahren von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz durchgeführt. Sie soll die Erzeugung und den Absatz von qualitativ herausragenden Weinen und Sekten fördern. Jeder Wein wird verdeckt von einer Prüfungskommission auf Geruch, Geschmack und Harmonie geprüft und nach dem 5-Punkte-Schema der DLG bewertet. Ab einer bestimmten Punktzahl werden die Weine und Sekte mit der Goldenen, Silbernen oder Bronzenen Kammerpreismünze ausgezeichnet. Wie kann ein Wein zum Siegerwein werden? Jeder Wein der ausgewählten Kategorien muss zunächst die Hürde der Prämierung mit bestem Erfolg genommen haben. Das bedeutet, dass ein Wein nur dann in die engere Wahl zum Siegerwein kommen kann, wenn er schon mit einer Goldenen Kammerpreismünze ausgezeichnet wurde.
Wer wählt die Kategorien aus? Die Kategorien werden im Vorfeld der Prämierung von den sechs rheinland-pfälzischen Weinbauverbänden festgelegt. Dabei sollen die typischen Weine der Region und auch des Jahrgangs in einer spezifischen Kombination von z.B. Rebsorte, Qualitätsstufe und Ausbau (= Kategorie) ausgewählt werden. Das bedeutet, dass die Kategorien von Jahr zu Jahr durchaus wechseln können. So kann es beispielsweise nicht immer eine Kategorie "Eiswein" geben. Wer wählt die Siegerweine aus? Die Siegerweine werden in speziellen Selektionsproben in jedem Anbaugebiet getrennt ausgewählt. Die Jury besteht dabei aus Sachverständigen, Fachjournalisten, Gastronomen, Sommeliers, Fachhändlern, Winzern und Verbrauchern.
Die rheinland-pfälzischen Anbaugebiete haben im Jahr 2009 insgesamt 29 Kategorien, je nach Größe des Anbaugebietes zwischen zwei und sechs, festgelegt. Für die Anbaugebiete Ahr, Mittelrhein und Mosel wurden in diesem Jahr neben gebietsspezifischen zwei gebietsübergreifende Kategorien definiert. |





