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Markt - und Preisinformation

gültig vom  01.02.2012 - 08.02.2012

Erarbeitet und zusammengestellt vom Marktreferat der Landwirtschaftskammer Rheinland - Pfalz, Bad Kreuznach
Preise und Termine ohne Gewähr !



Schlachtrinder

Jungbullen Hdlk R3

Der Schlachtrindermarkt präsentiert sich weitgehend ausgeglichen. Das Angebot an männlichen und weiblichen Schlachttieren kann als knapp bezeichnet werden, deckt jedoch noch im Großen und Ganzen den Bedarf der Schlachtunternehmen. Die Preisspitze bei Jungbullen scheint erreicht, Schlachtkühe könnten im Wochenverlauf noch eine weitere Preisbefestigung erfahren. Tendenz zu festeren Notierungen ist nur zu erwarten bei gleichbleibend verhaltener Abgabebereitschaft von Schlachttieren.

 

 

 

 


Schlachtschweine

Schlachtschweine Hdkl E

Das Erzeugerangebot schlachtreifer Schweine ist nach wie vor klein und kann zügig vermarktet werden. Alle Tiere konnten flott abgesetzt werden, in einigen Teilen Deutschlands berichtet man von Beschaffungsproblemen, um an ausreichend Ware zu kommen. Erneut fester tendierende Preise sind die Folge.

 

 

 

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Ferkel

Qualitätsferkel 28 kg

Die niedrigen Temperaturen sorgen für eine zunehmende Aufstallbereitschaft der Mäster. Das knappe Ferkelangebot reicht weiterhin kaum aus, die Bestellungen vollständig zu decken. Daher konnten seitens der Erzeuger weitere Preisaufschläge durchgesetzt werden. Tendenziell weiter anziehende Notierungen bei gleichbleibend knappem Angebot.

 

 

 

 


Nutzkälber

 

Schwarzbunte Bullenkälber

Ruhige Lage am Nutzkälbermarkt. Nach wie vor wenig Nachfrage aus der Kälbermast. Aufgrund des nicht allzu umfangreichen Kälberangebots können sich die Preise auf dem erreichten Preisniveau weitestgehend behaupten.

 

 

 


Schafe und Lämmer

 

 

Rohmilch - Januar 2012

Rohmilch in RLP

Aktuelles zum Milchmarkt: Leichte Quotenüberlieferung drohend; Erzeugerpreise beginnen zu bröckeln

LWK RLP, Bad KH, 16.01.2012

 

Auch zu Beginn des neuen Jahres liegt die Milchanlieferung unverändert deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Mit der Schnellberichterstattung der ZMB, für die 52. KW 2011, wurde zuletzt bekannt gemacht, dass das Niveau der vergleichbaren Vorjahreswoche deutschlandweit um immerhin 2,4 % überschritten worden ist. Die aktuellen Hochrechnungen von ZMB und AMI gehen zurzeit davon aus, dass, bis zum Ende des MWJ 2011/12, insgesamt nur noch eine Milch-Anlieferung in Höhe von bis zu max. 0,9 % über den Niveau des Vorjahres letztendlich eine Quotenüberlieferung verhindern könnte.

Da die Anlieferungsmengen aber unverändert deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen, droht mit dem Abschluss des aktuellen Milchwirtschaftsjahres 2011/12 (zum 31.03.2012) zumindest eine geringfügige Überlieferung der nationalen Garantiemenge; mit der Konsequenz, dass ggf. entsprechende Strafabgabe (nach der Milch-Abgaben-VO sind Strafzahlungen bis zu 27,83 ct/kg überlieferter Milch vorgesehen) von den letztendlich überliefernden Erzeugern zu zahlen sein werden. Die Molkereien sind daher ab sofort verpflichtet, bei einzelbetrieblich erfolgenden Quoten-Überlieferungen mindestens 30 % des gesetzlich vorgegebenen Abgabensatzes (mind. 8,35 ct/kg Milch) von ihren überliefernden Lieferanten einzubehalten - oder durch Vorlage einer Bankbürgschaft die ggf. später fällig werdenden Strafabgabenzahlungen zu gewährleisten.  Wie hoch die ggf. fällig werdenden einzelbetrieblichen Superabgaben aber letztendlich tatsächlich sein werden, ist zurzeit nur Spekulation! Erst nach der kompletten Abrechnung des aktuellen Quotenjahres, nach Berücksichtigung der ggf. vorhandenen Saldierungsmöglichkeiten auf "Molkerei-" - und nachfolgend auch auf "Bundesebene", können die individuellen Strafabgaben für die jeweils überliefernden Erzeuger berechnet werden. Entscheiden ist, bei der abschließenden Ermittlung der letztendlich zu zahlenden Strafabgaben, aus welchen Eckdaten die Bundessaldierung (aus dem Vergleich der bundesweit festgestellten Überlieferungen zu den zeitgleich ermittelten Unterlieferungen) berechnet werden kann - und in welcher Höhe die auf Molkereiebene (ggf. bis zu max. 10% Überlieferung) greifende "Molkereisaldierung" zur Anwendung kommen wird. Denn je nach Molkerei - bzw. nach dem Anlieferungsverhalten der von der Molkerei erfassten Erzeuger - ist das abschließend ggf. mögliche Molkerei-Saldierungspotential zum Teil sehr unterschiedlich.

Zum Milchmarkt:

Milchfrischprodukte werden im saisonal üblichen Rahmen nachgefragt und abgesetzt. Der Buttermarkt präsentiert sind unverändert; die Nachfrage verläuft ruhig, die Preise tendieren insgesamt eher konstant. Der Käsemarkt ist weiterhin stabil und ausgeglichen; aber auch mit leicht schwächeren Preistendenzen im Standardschnittkäsebereich ausgestattet. An den Pulvermärkten tendieren die Preise stetig, mitunter auch etwas fester. Die etwas angezogene Nachfrage nach Molkenpulver in Futtermittelqualität hat zuletzt zu etwas anziehenden Preisen geführt.

Der "ife-Rohstoffwert Milch" (für Dez. 2011) tendierte zuletzt - im Vergleich zum Vormonat - um 1,4 ct/kg Milch schwächer (Basis: bei 4 % Fett, 3,4 % Eiweiß; ab Hof)  und wird vom ife-Institut, Kiel, für Dez. 2011 mit 32,00 ct/kg Milch angegeben.

 

Für "Dezember-Milch" leisteten die Molkereien mit Milcherfassung in Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen nur zum Teil die Preise, die zuvor von ihnen auch schon für "November-Milch 2011" geleistet worden waren, demgegenüber nahmen insbesondere die Molkerei-Genossenschaften: Humana (DMK), FrieslandCampina (FC) und auch die Milchunion Hocheifel (MUH) ihre aktuellen Auszahlungspreise zum Teil sehr deutlich zurück. Die aktuellen Milchauszahlungspreisen der regional in Hessen und Rheinland-Pfalz erfassenden Molkereien sind der beigefügten pdf-Datei zu entnehmen.

 

Spitzenreiter bleibt unverändert der niederländisch-deutsche, genossenschaftlich organisierte Molkereikonzern FrieslandCampina (FC). Mit einem aktuellen Auszahlungspreis in Höhe von 37,74 ct/kg Milch (bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiss, mit S-Klasse- (Landliebe-) und anteiligem Staffelpreiszuschlag (bei > 500.000 kg Jahresanlieferung, und "FC-Herbstmilchzuschlag", o. MwSt.), verweist FC alle anderen in der Region erfassenden Molkereien, und noch dazu sehr deutlich, auf die nachfolgenden Ränge.

Sehr deutlich wird die Überlegenheit von FC auch beim Vergleich der Auszahlungspreise im "gleitenden Mittel" der vergangenen 12 Monate, vor allem, wenn dabei auch noch die zuletzt gezahlte Jahresrückvergütung der jeweiligen Molkerei in diesem Vergleich mit einbezogen wird. Bei diesem Vergleich kommt FC aktuell auf ein ergänzend korrigiertes und gleitendendes 12-Monatsmittel in Höhe von 38,77 ct/kg Milch (+ 0,05 ct/kg zum vgl. Mittel aus dem Vormonat, aus Nov. 2011). Weit dahinter, mit einem Preis von "nur" 34,71 ct/kg Milch folgen dann neuerdings die Hochwald-Milchwerke und die Milchwerke Oberfranken, mit einem Preis von 34,70 ct/kg, dicht gefolgt, mit einem Preis von 34,68 ct/kg, die  Humana e.G. (die aber  immerhin auch schon komplett ihre "Nachzahlung" für Milchanlieferungen aus dem Jahr 2011 - in Höhe von 0,60 ct je kg Milchanlieferung 2011 - abschließend im Jan. 2012 ausgezahlt hat). Abschließend, mit einem Preis von "nur" 34,02 ct/kg Milch (- 4,75 ct/kg zum vgl. FC-Milchpreis), folgt dann in dieser Zusammenstellung  die Milchunion Hocheifel (MUH).

Ein vergleichbares gleitendes, um die Nachzahlung "korrigiertes" 12-Monatsmittel, kann für die Privatmolkerei Schwälbchen AG nicht abgeleitet werden. Die Nachzahlung der Molkerei Schwälbchen variiert, je nachdem, wie die individuellen Lieferverträge der Molkerei mit den jeweiligen Erzeugern abgeschlossen worden sind.

f.d.R.;  R. Möcklinghoff, Ref 25, LWK RLP 

 


Eier und Geflügel

 

Eierpreise Hdkl L

Freundliche Stimmung am Eiermarkt. Kontinuierliche Order des LEH, gute Nachfrage der Färbereien nach weißen deutschen Eiern sowie stetige Bestellungen aus der Eiproduktenindustrie stützen den Markt. Aufgrund des nicht sehr drängenden Erzeugerangebots konnten sich die Preise wieder festigen; weitere Preisanhebungen, insbesondere für Bodenhaltungsware und Kleingruppeneier, sind zu erwarten. Stetiger Geflügelmarkt. Nachfrage nach Hähnchen saisonüblich nicht sehr lebhaft, Putenrotfleisch dagegen mit regem Absatz. Preise stabil mit eher zurückpendelnder Tendenz. Lediglich Suppenhennen bleiben gefragt, Preise fest.

 

 

 


Getreide und Ölsaaten

Brotweizen

Wetternachrichten und Spekulationen auf Exportrestriktionen für russischen Weizen beflügeln die Kurse an den Terminmärkten. Auch am regionalen Kassamarkt kommt zunehmend Schwung ins Getreidegeschäft; wie so oft profitiert der nördliche Landesteil von anziehender Nachfrage der Mischfutterindustrie in Holland und Nord-West Deutschland. Erzeugerpreise für Futtergetreide entsprechend fest, bessere Weizenqualitäten erzielen kaum Aufschläge. Im Süden fehlen noch die Absatzmöglichkeiten und der Handel reagiert verhalten auf das steigende Preisniveau. Rapsmarkt insgesamt freundlich, Umsatzsteigerung vor allem für Kontrakte der neuen Ernte.

 

 

 

 


Düngemittel

Kalkammonsalpeter 27% N

Düngemittelmarkt weiterhin ruhig. Preise fast durchgehend auf Niveau der Vorwochen konstant, die Händlerangebote werden seitens der Landwirtschaft zwar zur Kenntnis genommen, es erfolgen aber nur wenig Geschäfte. Handel gibt vor, insgesamt (nur) im üblichen Rahmen bevorratet zu sein, sollte ein "run" auf  Düngemittel einsetzen, seien Preisaufschläge nicht auszuschließen, zumal zuletzt auch Harnstoff wechselkursbedingt im Preis wieder fester tendiert.


Futtermittel

Sojaschrot

Schwache Kursentwicklung an den Terminbörsen und wieder anziehendes Kaufinteresse bei Konsum und Handel kennzeichnen den regionalen Markt für Ölschrote. Mischfutter hingegen bei ruhigem Tagesgeschäft ohne nennenswerte Preisbewegungen. Kleie und Melasseschnitzel-Pellets stärker auf vordere Termine gesucht.

 

 

 


Kartoffeln

Marktlage und Preise ohne Veränderung zur Vorwoche. Vollsortimenter geben deutschen Speisekartoffeln bislang den Vorrang. Ausländische Ware gerät in Focus, Discounter im Südwesten stellen zum Teil auf französische Herkünfte um. Verkaufsaktionen im LEH bringen keine Nachfragebelebung. Auch im Ab-Hof-Verkauf derzeit kein Spielraum für Preiserhöhungen.