Saatgutvermehrung in Rheinland-Pfalz qualitätsbetont und praxisorientiert

 
22.07.2011 In Rheinland-Pfalz wird mit 4.680 Hektar auf 1,2 Prozent der Ackerfläche Saatgutvermehrung betrieben. Bundesweit liegt der Anteil mit 1,5 Prozent der Ackerfläche nur unwesentlich höher.


Saatgutanerkennung - Qualität und Reklamation

 
22.07.2011 In Rheinland-Pfalz werden jährlich ca. 135.000 dt Getreide und Grobleguminosen Z-Saatgut produziert. Die Produktion und das Inverkehrbringen unterliegen den gesetzlichen Vorschriften des Saatgutverkehrsgesetzes und der Saatgutverordnung. In diesen sind zum Schutz des Verbrauchers die Anforderungen an das zertifizierte Saatgut geregelt.  Die Durchführung der Saatgutanerkennung erfolgt durch die Anerkennungsstelle (Akst) bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Die Kontrolle und Überwachung des Saatgutverkehrs nimmt die Saatgutverkehrskontrolle (SVK) bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier wahr.


Saatgutvermehrung 2010

28.07.2010 Gute Erntebedingungen mit hohen Erträgen 2009, sehr niedrige Erzeugerpreise bei Konsumgetreide und Veredlungsprodukten ließen den Saatgutwechsel und Absatz im Herbst 2009 aber auch im Frühjahr 2010 beim Getreide einbrechen. Dementsprechend wurden auch die Vermehrungsflächen bei Mähdruschfrüchten massiv eingeschränkt. In Rheinland-Pfalz ging die angelegte Vermehrungsfläche von 5.316 Hektar in 2009 um ca. 17 % auf 4.387 Hektar zurück. Bundesweit verminderte sich die Vermehrungsfläche bei Mähdruschfrüchten von 179.150 Hektar auf 158.000 Hektar um etwa 12 %.


Vermehrungsflächen - ein Werbeträger für Z-Saatgut

 
29.05.2009 Mit knapp 5.300 ha hat sich die Saatgutvermehrung in Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr wieder etwas stabilisiert. Entsprechend der Markt- und Preissituation bei Konsumgetreide und Grassamen hat sich der Anteil der einzelnen Arten allerdings deutlich verändert. So ist bei der Sommergerste, die in Rheinland-Pfalz überwiegend als Braugerste geführt wird, die Vermehrung um über 30 % zurückgegangen und bei Winterweizen stabil geblieben. Nur unwesentlich reduziert wurde die Vermehrungsfläche bei Wintergerste. Eine mit etwa 14 bis 19 % leichte Ausweitung haben die Vermehrungsflächen bei Hafer, Triticale und Roggen erfahren.


Saatgut aus Rheinland-Pfalz ein Qualitätsprodukt

14.11.2008 Ein durchweg hohes Qualitätsniveau bescheinigt die Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz dem Saatgut, das in diesem zur Herbstaussaat Jahr zur Verfügung stand. Als offizielle Anerkennungsstelle besichtigt die Kammer die Saatgutanbauflächen und prüft die Beschaffenheit der Saat auf Reinheitsgrad, Keimfähigkeit, Besatz und Gesundheit und damit die Vorausset­zung für gute Produktqualität. Saatgut darf nur in den Verkehr gebracht werden, wenn es zuvor von der Anerkennungsstelle geprüft und anerkannt worden ist.


Die Saison der Feldbesichtigung beginnt

 
10.05.2007 Der bisherige Witterungsverlauf führt dazu, dass die Feldbesichtigung der Saatgutvermehrungsbestände in diesem Jahr deutlich früher beginnen muss als in den vergangenen Jahren. Um eine hohe Anerkennungsquote zu erreichen (Durchschnitt der letzten Jahre 91 - 93 %) müssen die Vermehrungsbetriebe zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben einige Vorarbeit leisten. Schon bei der Aussaat der Vermehrungsflächen müssen Schlaggröße und Vorfrüchte, aber auch die Anlage von Trennstreifen (40 cm) zu den Nachbarschlägen und die Mindestentfernungen bei Fremdbefruchtern beachtet werden.


Saatgutqualität gut, aber noch verbesserungsfähig

26.07.2006 Qualitätssicherung ist eines der meist diskutierten Themen in der Landwirtschaft. Auch die Saatgutbranche bleibt hiervon nicht verschont. Der Gemeinschaftsfond Saatgetreide (GFS) versucht die Z-Saatgutqualität über verschiedene Programme anzuheben. Saatgutverkehrskontrolle und Anerkennungsstellen versuchen die Qualitäten innerhalb der gesetzlichen Vorgaben zu sichern. In Rheinland-Pfalz wird die Saatgutanerkennung von der Landwirtschaftskammer durchgeführt.

Die Saatgutvermehrung ist von einer stark rückläufigen Tendenz in der Anbaufläche geprägt (siehe Tabelle 1), nicht jedoch die Feldanerkennungsquote, die 2006 bei Getreide mit ca. 96 % den besten Wert seit Jahren erzielte.

 

Vermehrungsflächen/Feldbestandsprüfung

 

 

 

angem ha

anerk %

angem ha

anerk %

angem ha

anerk %

Art/Jahre

 

2004

2005

2006

vorl.

Wintergerste

 

 

644

92,2

499

87,5

464

85,6

Winterrogen

 

 

108

100,0

84

85,7

71

100,0

Winterweizen

 

 

1.379

93,3

1.164

95,7

1.185

99,3

Triticale

 

 

271

94,6

135

93,7

124

98,5

Hafer

 

 

116

79,8

91

82,1

81

98,0

Sommergerste

 

 

1.173

97,2

827

98,7

762

97,1

Sommerweizen

 

 

56

100,0

54

100,0

45

92,5

Hartweizen

 

 

46

100,0

46

100,0

45

100,0

Futtererbsen

 

 

149

99,3

109

100,0

93

100,0

Luzern/Klee

 

 

57

77,0

94

73,6

96

-

Öl/Faserpflanzen

 

 

153

99,8

118

96,5

122

89,2

Gräser

 

 

2.393

89,8

2.518

86,6

1.844

-

Gesamt

 

 

6.626

92,9

5739

91,1

4.989

-

 

Dieser Wert zeigt, dass das ackerbauliche Können der Saatgutvermehrer nicht in Frage zu stellen ist. Die starke Parzellierung unserer landwirtschaftlichen Flächen führt zu vielen Teilflächenaberkennungen wegen Flughafer im Feldrandbereich und Nichteinhaltung der Mindestabstände. Andere Getreidearten im Feldbestand waren nur in der Wintergerste in erwähnenswertem Umfang (8,4 %) festzustellen. Hier dürfte die späte Ernte 2005 im Nordteil des Landes dazu geführt haben, dass die Zeit zwischen Ernte und Aussaat zu kurz für den Feldaufgang des Ausfallgetreides war. Auch die Beschaffenheitsprüfung in den Erntejahren 2003 - 2005 zeigte mehr jahres- und artenspezifische Qualitätsprobleme als betriebsspezifische (siehe Tabelle 2).