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Ausführliche Informationen zur Lage der Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz finden Sie in den "Grünen Berichten" der letzten Jahre <<<
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Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz Die im Hinblick auf Klima, Topographie oder Bodenstruktur höchst unterschiedliche Regionen bilden die Grundlage für Land- und Forstwirtschaft, Wein- und Gartenbau in Rheinland-Pfalz. 84 Prozent ihrer Fläche, das sind rund 1,66 Mio. Hektar Kulturlandschaft, werden land- oder forstwirtschaftlich genutzt und bieten rund 25.000 landwirtschaftlichen Betrieben ihre Produktionsgrundlage. Durch die verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Regionen gedeihen sowohl Grünland und Getreide, d.h. in erster Linie Weizen und Braugerste, als auch Sonderkulturen wie Wein, Obst und Gemüse. Eine Sonderrolle in der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft spielt der Weinbau mit seiner bis zu den Römern zurückreichenden Tradition. In den Anbaugebieten Mosel, Ahr, Mittelrhein, Nahe, Pfalz und Rheinhessen werden rund 64.000 Hektar Rebfläche bewirtschaftet. Hier werden rd. 6,2 Mio. hl Wein im Jahr (Durchschnitt der letzten 5 Jahre) geerntet, das sind 67 Prozent des deutschen Weines. Allein die großen Anbaugebiete Rheinhessen und Pfalz erzeugen 50 Prozent des deutschen Weines.
Schon immer war die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Lebensgrundlage für die Menschen. Noch heute leben viele Bürgerinnen und Bürger in landwirtschaftlichen Betrieben, und 110.000 Menschen arbeiten hier ständig als Unternehmer, als Familien- oder als Fremdarbeitskraft. Sie erarbeiten einen Produktionswert in der Land- und Forstwirtschaft von knapp 1,2 Mrd. Euro. Der weit überwiegende Teil entstammt dabei den pflanzlichen Produkten, allen voran Wein und Weinmost. Bei den tierischen Produkten erbringt die Milch den größten Anteil.
Die Tierhaltung ist in Rheinland-Pfalz durch einen zum Teil rapiden Bestandsabbau in den letzten Jahren gekennzeichnet. Aktuell werden, vor allem in den grünlandreichen Mittelgebirgsregionen, rund 380.000 Rinder gehalten, wobei die Milchkühe den größten Anteil einnehmen. Schweine gibt es noch 300.000 im Land. Alle anderen Tierarten, wie Geflügel, Schafe und Ziegen spielen in Rheinland-Pfalz eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.
In den letzten Jahren unterlag die rheinland-pfälzische Landwirtschaft insgesamt einem starken Strukturwandel, der auch in der kommenden Zeit noch weiter anhalten wird. Eine intakte Landwirtschaft ist und bleibt jedoch als Lieferant hochwertiger Nahrungsmittel und nachwachsender Rohstoffe sowie für den Erhalt einer abwechslungsreichen, artenreichen Kulturlandschaft und nicht zuletzt zur Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum unverzichtbar. |




