Mit Meisterqualifikation Wirtschaftswunder angeschoben

19.05.2011 Die allgemein als "Wirtschaftswunder" bezeichnete volkswirtschaftliche Entwicklung in Deutschland während der 1950er und 1960er Jahre war kein unerklärliches Mysterium, sondern Resultat harter und qualifizierter Arbeit, die durch klug gesetzte politische Rahmenbedingungen mobilisiert wurde. Ökonomierat Norbert Schindler MdB, Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, hob jetzt die Rolle der Meister in Handwerk und Industrie, aber auch in der Landwirtschaft und ihrer benachbarten Bereichen als Motor dieses Aufschwungs besonders hervor. Im Kursaal von Bad Kreuznach verlieh Präsident Schindler Hauswirtschafterinnen, Landwirten, Winzern und Gärtner als Absolventen des Meisterjahrgangs 1961 den Goldenen Meisterbrief und bescheinigte ihnen, die Bedeutung von Quali­fikation, Professionalität und Nachwuchsausbildung schon früh als Fundamente zukunftsfähiger Be­triebe erkannt zu haben.

 

 

Der Kammerpräsident nahm die Verleihung von 21 Goldenen Meisterbriefen als Auszeichnung für eine Lebensleistung mit hohem Wert für Staat und Gesellschaft gemeinsam mit Landrat Franz-Josef Diel vor und bedauerte dabei, dass weitere 31 Goldene Meister und Meisterinnen meist aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Bad Kreuznach kommen konnten. Ihnen werde die Ehrung per Post zugestellt.

Präsident Schindler betrachtete in einem kurzen Rückblick die Zeit um 1961 als die Zeit des atemberaubenden Aufschwungs in allen Bereichen der deutschen Volkswirtschaft. Hauswirtschafterinnen, Landwirte, Winzer und Gärtner, die in den Jahren nach dem Krieg die Nahrungsmittelversorgung gesichert hatten, mussten nun die Ent­wicklung ihrer Betriebe vorantreiben und die Voraussetzungen für die Sicherung ihrer Wett­bewerbsfä­higkeit schaffen. Die Meisterqualifikation sei dabei für viele das Fundament für ihre berufli­che und unternehmerische Existenz geworden. Als Ausbilder hätten sie ihr Wissen vielfach an den berufli­chen Nachwuchs weitergegeben und damit ent­scheidend zur Zu­kunftssicherung des Berufsstandes beigetragen.

 

 

 

 
Landrat Franz-Josef Diel hob in seiner Ansprache die Bedeutung des hohen Qualifizierungsgrades in der heimischen Landwirtschaft hervor. Der harte Wettbewerb auf den internationalen Märkten sei von den Betrieben nur mit hochwertigen Erzeugnissen und Dienstleistungen zu bestehen. Dazu brauche es gut ausgebildete Betriebsleiter und Mitarbeiter. Das erkannt zu haben, sei das große Verdienst der Bauern, Winzer, Gärtner und Hauswirtschafterinnen, die nach der Phase des Wiederaufbaus die Weichen für eine moderne, leistungsfähige und qualitätsorientierte Agrarstruktur gestellt hätte. Mit Mut und Weitsicht habe die Generation der heutigen Goldenen Meister auch die Herausforderung des bis heute andauernden Strukturwandels angepackt und stetig an der Verbesserung ihrer Betriebsleistung gearbeitet. Dass Landwirtschaft, Garten- und Weinbau heute einen anerkannt wichtigen Bereich der Volkswirtschaft bilden, sei das Verdienst der Bauern, Gärtner Winzer und Hauswirtschafterinnen, die mit Zuversicht, Mut und Beharrlichkeit auch so manche schwierige Phase bestanden. Diel gratulierte den Goldenen Meistern, die auf ihre Lebensleistung zurecht stolz sein könnten.

 

Für die Goldenen Meister dankte Winzermeister Walter Roos aus Gimmeldingen der Landwirtschaftskammer für die Auszeichnung und den feierlichen Rahmen aber auch für die unterstützende Begleitung der Betriebe während der vergangenen 50 Jahre.

 

Neben den Goldenen Meistern zeichnete die Kammer bei der Feierstunde in Bad Kreuznach auch langjährige Prüfer der Amtlichen Qualitätsweinprüfung und der Rebenankerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement und Mitarbeiter von landwirtschaftlichen Betrieben für langjährige Betriebstreue.

 

 

Nachfolgend finden Sie die Namenslisten der Geehrten:

 

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Sachverständige  Download

 

Arbeitnehmer      Download

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