08.07.2009 "Ihr Arbeitsplatz ist Wirtschaftsgelände, Erholungsraum und Naturlandschaft zugleich," sagte der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz Heribert Metternich den erfolgreichen Absolventen bei der Abschlussfeier der Ausbildung zum Forstwirt in Hachenburg. Im Namen der für die Ausbildung in den Grünen Berufen zuständigen Kammer wünschte er den 46 jungen Forstwirten und Forstwirtinnen ein spannendes Berufsleben mit einem sicheren Arbeitsplatz und interessanten Fortbildungschancen.
Zwar sei die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise auch am Holzmarkt spürbar, dennoch wachse die Bedeutung von Holz als Rohstoff und Energieträger weiter, so Vizepräsident Metternich. Langfristig werde sich die Wertschöpfung in der Forstwirtschaft verbessern. Private und öffentliche Waldbesitzer benötigten diese Wertschöpfung, da Wirtschaftlichkeit die tragende Säule der Zukunftsfähigkeit des Waldes sei. Nur ein wirtschaftlicher Wald könne als Erholungsraum und als Naturlandschaft dauerhaft erhalten und gepflegt werden. Die Leistung der Forstwirte habe dafür eine entscheidende Funktion. Das Berufsbild sei daher vielfältig, anspruchsvoll und mit viel Verantwortung ausgestattet. Gut ausgebildete Fortwirte seien für Rheinland-Pfalz mit 40 Prozent bewaldeter Fläche unverzichtbar. Wirtschaftliche Nutzung und die Pflege wertvoller Naturräume gingen in den Wäldern des Landes Hand in Hand und folgten einer langfristig angelegten forstwirtschaftlichen Konzeption, die auf dem Grundsatz Naturschutz durch Nutzung basiere.
Die Auszubildenden aus dem ganzen Land Rheinland-Pfalz hatten sich im Bereich des Forstamtes Hachenburg dem praktischen Prüfungsgeschehen unterzogen. Dabei zeigten die Prüflinge, dass sie betriebliche Zusammenhänge verstehen und die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten praxisbezogen anwenden und übertragen können. Die Ausbildung zum Forstwirt dauert drei Jahre und findet in Gruppen in ausgewählten Ausbildungsforstämtern in der Regel unter der Anleitung von Forstwirtschaftsmeistern als Ausbilder statt. Der Besuch der Berufsschule gestaltet sich in Form von Blockunterrichten in eigenen Forstwirtklassen. Damit die unterschiedlichen Verhältnisse in den Ausbildungsbetrieben ausgeglichen werden können, nehmen die Auszubildenden zusätzlich an überbetrieblichen Lehrgängen am Forstlichen Bildungszentrum in Hachenburg teil. Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ist die für die Ausbildung und Prüfung zuständige Stelle, das Forstliche Bildungszentrum wird traditionell von ihr mit der Organisation der Prüfung betraut.
Für das laufende Ausbildungsjahr wurden im Forstbetrieb 51 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, für das kommende Jahr geht die Kammer von einer ähnlichen Zahl aus.
Einen Buchpreis als Prüfungsbeste erhielten Matthias Pinn (Forstamt Prüm), Patrik Schlich (Forstamt Ahrweiler) und Michael Käb (Stadt Daun)
Alle erfolgreichen Absolventen sowie bei der Abschlussfeier ausgesprochene Ehrungen in nachfolgender Presseliste: 