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Winzer/in bedeutet heute im Grunde drei Berufe in einem:

  • im Weinberg ist er Fachmann für die Planung und Pflanzung von Weinbergen; er ist Spezialist für den umweltschonenden, ökonomischen und nachhaltigen Umgang mit seinem wichtigsten Kapital ? dem Boden. Er ist sachkundig und naturbewusst in Pflanzenschutz und Düngung, ist mit allen Arbeiten während der Vegetationsperiode vertraut und kann vorausschauend planen und handeln. Er/sie beherrscht den Umgang mit spezialisierter Technik und Maschinen sorgt für die Anlieferung gesunden Lesegutes und dessen zügige und schonende Verarbeitung.
  • im Keller kennt er/sie die chemischen und biologischen Zusammenhänge, die in Verbindung mit Handwerks- und Maschinenbeherrschung die Qualitäten, die im Weinberg zu Grunde gelegt wurden, im Endprodukt Wein, Sekt, Saft oder Brand zur vollen Entfaltung kommen. Er/sie ist (auch durch ständiges Probieren) ein Fachmann in Sensorik (Weinbeurteilung).
  • als Vermarkter, der mit Leib und Seele hinter seinem Produkt steht, ist er/sie in der Lage überzeugt und überzeugend den interessierten Kunden seine Weine zu präsentieren, beratend tätig zu sein und den Lebensunterhalt sichernde Preise zu erzielen.

 

 

 

1. Was lernt man als Winzer?

Winzer lernen ...

  • Arbeitsabläufe im Betrieb selbständig planen, durchführen und kontrollieren
  • den Boden mit Maschinen und Geräten schonend bearbeiten und für die Pflanzung der Reben herrichten
  • die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig sichern
  • Reben pflanzen und pflegen
  • Trauben ernten und verarbeiten
  • die Unfallverhütungsvorschriften beachten
  • weinbauliche Erzeugnisse (z.B. Wein, Sekt) qualitätsbewusst und umweltschonend herstellen
  • weinbauliche Erzeugnisse verpacken und verkaufen
  • Kundengespräche  führen
  • weinbauliche Erzeugnisse dem Kunden ansprechend präsentieren
  • Ernteergebnisse und betriebliche Leistungen im Berichtsheft aufzeichnen und bewerten

Winzermeister / Winzermeisterin

Die Fortbildung zum Winzermeister wird gemeinsam von der Landwirtschaftskammer und den staatlichen landwirtschaftlichen Dienststellen durchgeführt.

Die Vorbereitung erfolgt in Form von einzelnen Lehrgangstagen und geschlossenen Lehrgängen. Sie dauert zwei Jahre und ist gemäß den Anforderungen der Verordnung stark praxis- und handlungsorientiert ausgerichtet, d.h. die Kenntnisse und das Wissen werden an praktischen Fällen selbständig erarbeitet.