Per Destillation veredelt

Bei der 19. Landesprämierung für heimische Destillate verleiht die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz auch in diesem Jahr Kammerpreismünzen in Gold, Silber und Bronze an die erfolgreichen Teilnehmer. In der Orangerie von Nell's Parkhotel in Trier fand die feierliche Preisverleihung für die Regionen Koblenz und Trier statt. Enge Regionalität, unverwechselbare Individualität und handwerkliche Spitzenqualität sind die Trümpfe, mit denen Edelbrände und Liköre aus rheinland-pfälzischen Erzeugerbetrieben in den Wettbewerb mit meist industriell gefertigten Spirituosen gehen. 

Zwei Staatsehrenpreise des Landes Rheinland-Pfalz, Ehrenpreise der Landkreise, des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau und der Landwirtschaftskammer waren neben den Kammerpreismünzen Lohn für außergewöhnliches Bemühen um beste Qualität. Die Auszeichnungen in Trier überreichten der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Heribert Metternich, Andy Becht, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Landwirtschafts- und Weinbauministerium, und Moselweinkönigin Lena Endesfelder.

Mit der Edelbrandprämierung, so Vizepräsident Metternich, bietet die Landwirtschaftskammer den Brennereien ein attraktives und effizientes Instrument an, das sie gerade im Hinblick auf die Zukunft nach dem Wegfall des Branntweinmonopols nutzen sollten. Wenn es künftig unter den Aspekten Qualität und Wettbewerb gelte, sich seinen Platz bei der Vermarktung edler Brände zu sichern, könne die Prämierung für die Brennereien, die auf die Direktvermarktung setzen, wertvolle Marketingunterstützung leisten. Bei der Edelbranddestillation, so Metternich, werden hochwertige Acker- und Gartenfrüchte und auch solche von Streuobstwiesen zu ganz besonderen Genüssen veredelt.

Die Prämierung sei ein Instrument, mit dem zum einen eine besondere Produktqualität effektiv und verkaufsfördernd in Richtung Verbraucher kommuniziert werden könne. Äußeres Zeichen für die hervorragende Qualität sind die verliehenen Kammerpreismünzen in Gold, Silber und Bronze, die als Plakette auf den Flaschen sichtbar werden. Zum anderen stelle die Teilnahme an der Edelbrandprämierung eine Qualitätssicherungsmaßnahme dar, zumal es für Destillate keine dem Wein vergleichbare gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsprüfung gibt.

„Die Edelbrandprämierung ist eine exzellente Präsentation unserer heimischen Brennereikunst. Sie belohnt die herausragenden Erfolge der Brennereien und motiviert zu weiteren Spitzenleistungen. Die Auszeichnungen sind ein ideales Vermarktungsinstrument für unsere Brennerinnen und Brenner und die Kundinnen und Kunden schätzen die Prämierungen als objektive Qualitätskennzeichnung“, sagte Staatsekretär Andy Becht auf der Verleihung in Trier.  „Die Einkommenskombination von Landwirtschaft und Brennerei hat für unsere Betriebe eine große Bedeutung. Die neue Landesregierung wird sich für die Erhaltung und Stärkung der bäuerlichen, mittelständischen, landwirtschaftlichen Betriebe einsetzen.“

In den ersten beiden Aprilwochen hatten 95 Brenner und Stoffbesitzer aus ganz Rheinland-Pfalz 704 Destillate bei der Landwirtschaftskammer eingereicht, davon kamen 252 Anstel­lungen von 44 Betrieben aus den Regionen Koblenz und Trier. Nach eingehender Prüfung der verdeckten Proben vergaben die geschulten Jurymitglieder bei der diesjährigen Prämierung in die Regi­onen Koblenz und Trier 88 Gold-, 97 Silber­- und 49 Bronzemedaillen. Die Staatsehrenpreise, die Ehrenpreise des Bauernverbandes Rheinland-Nassau und der Landwirtschaftskammer sowie die Ehrenpreise von vier Landkreisen erhielten die Betriebe mit dem besten Betriebsergebnis.

Bilder der Veranstaltung finden sie hier >>>

Staatsehrenpreise des Landes Rheinland-Pfalz:

  • Birkenhof-Brennerei GmbH, Nistertal
  • Edeldestillerie Jörg Blenz, Pommern 

Ehrenpreise des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau:

  • Brennerei Peter Schneider, Welschbillig-Ittel

Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz:

  • Brennerei  Michael Berweiler, Klüsserath

Ehrenpreise der Landkreise

  • Bernkastel-Wittlich: Destillerie Wolfgang Kuntz, Lieser
  • Trier-Saarburg: Brennerei Peter Greif, Tawern Fellerich
  • Eifelkreis Bitburg-Prüm: Brennerei Klaus Tilkes, Nattenheim
  • Ahrweiler: Edelobstbrennerei Michael Kießling, Grafschaft Esch


Neben den acht mit Ehrenpreisen ausgezeichneten Betrieben bilden mit

  • Brennerei Ludwig Faber, Ferschweiler  und
  • Brennerei Carlo Bauer, Wittlich-Neuerburg

zwei weitere erfolgreiche Prämierungsbetriebe die TOP 10. 

Darüber hinaus wurden durch eine Expertenjury fünf Siegerbrände aus einer Auswahl bereits goldprämierter Brände in folgenden Kategorien ermittelt:

Kategorie Kernobst: Quittenbrand im Kastanienfass gelagert

  • Brennerei Christian Schütz, Rehlingen-Siersburg                      

Kategorie Steinobst: Sauerkirschbrand

  • Brennerei Michael Berweiler, Klüsserath                                      

Kategorie Wildobst: Vogelbeerbrand durch Mazeration und Destillation 

  • Birkenhof-Brennerei GmbH, Nistertal      

Kategorie Trauben: Alter Weinhefebrand im Eichenholzfaß gelagert

  • Weingut & Brennerei Johannes Löwen, Mehring                                                

Kategorie Beerenobst: Waldhimbeergeist

  • Brennerei Vierhasen, Hans-Peter Hasenstab, Hilchenbach 
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