20. Edelbrandprämierung der Region Koblenz-Trier 2017 - "Flaggschiffe der Brennereikunst“ ausgezeichnet

16.382 eingereichte Edelbrände, 3.857 Goldmedaillen, 74 Staatsehrenpreise, 81 Prüfer – das sind nur einige Zahlen, aus 20 Jahren Edelbrandprämierung Rheinland-Pfalz. Im Jahr 1998 rief die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz unter Mitwirkung des Verbandes Pfälzer Klein- und Obstbrenner e.V., den Wettbewerb ins Leben. Zum 20. Mal wurden jetzt Edelbrände aus der Region Koblenz - Trier ausgezeichnet. „Seit nunmehr 20 Jahren bietet die Teilnahme an der Edelbrandprämierung den Brennern die Möglichkeit, ihre Qualität in einem objektiven, strengen, aber fairen Wettbewerb bewerten zu lassen“, informierte der Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Ökonomierat Norbert Schindler, MdB, bei der Preisverleihung in der Orangerie von Nell's Parkhotel in Trier. „In diesem Jahr wurden in Rheinland-Pfalz 666 Edelbrände angemeldet, was von großer Wertschätzung und großem Vertrauen der Erzeuger in die Prämierung zeugt.“

Preise als Anreiz für weitere Meisterleistungen
In der Prüfstelle Wittlich wurden 263 Produkte von 36 Betrieben eingereicht. Nach eingehender Prüfung der verdeckten Proben vergaben die geschulten Jurymitglieder bei der diesjährigen Prämierung für die Region Koblenz -Trier 73 goldene, 109 silberne  und 59 bronzene Kammermünzen. Eine Prämierungsquote von über 90 Prozent zeigt das durchgehend hohe Niveau, auf dem hier gebrannt wird. 

Neben den Kammermünzen erhielten einige Erzeuger Ehrenpreise für außergewöhnliche Leistungen. Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau hatte als besondere Auszeichnungen zwei Staatsehrenpreise bereitgestellt. „Wir möchten damit hervorragende Brennereien würdigen und sie als Flaggschiffe für die Brennereikunst in Rheinland-Pfalz über die Grenzen hinaus bekannt machen“, sagte Ministerialrätin Petra Häußling, die zusammen mit Kammerpräsident Schindler und der Gebietsweinprinzessin Mosel, Sarah Schmitt, die Staatsehrenpreise übergab. Zudem wolle man mit den Auszeichnungen einen Anreiz für weitere Meisterleistungen geben. „Denn Qualität ist ein maßgebliches Kriterium, um dauerhaft eine gute Position am Markt zu erreichen und zu halten“, betonte Häußling und wies auf unterschiedliche Hilfen des Landes in Bezug auf eine erfolgreiche Vermarktung hin.

Ehrenpreise vergaben neben der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau sowie die Landkreise Bad Kreuznach, Trier-Saarburg und der Eifelkreis Bitburg-Prüm. Zudem wurden fünf Siegerbrände aus einer Auswahl bereits goldprämierter Brände gekürt.

Von Himbeergeist bis Topinambur-Brand
Auch Kammerpräsident Schindler betonte, dass die Prämierung ein Mittel sei, mit dem zum einen eine besondere Produktqualität effektiv und verkaufsfördernd in Richtung Verbraucher kommuniziert werden könne. Zum anderen stelle die Teilnahme an der Edelbrandprämierung eine Qualitätssicherungsmaßnahme dar, zumal es für Destillate keine dem Wein vergleichbare gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsprüfung gibt. „Gerade in Bezug auf den Wegfall des Branntweinmonopols bietet die Landwirtschaftskammer den Brennereien ein attraktives und effizientes Instrument an, das sie nutzen sollten“, sagte Schindler. Die handwerkliche Spitzenqualität, die unverwechselbare Individualität und die enorme Vielfalt zeichnen die regionalen Produkte aus und unterscheiden sie von industriell gefertigten Spirituosen. Das Repertoire reicht mittlerweile von Birnen- und Holunderbrand über Himbeer- und Cassisgeist bis hin zu Bränden aus Hagebutte und Topinambur.  Dies gilt es, den Konsumenten nahezubringen. 

Staatsehrenpreise des Landes Rheinland-Pfalz:

  • Birkenhof-Brennerei GmbH, Nistertal
  • Weingut & Brennerei Borchert, Springiersbacher Hof, Ediger-Eller

Ehrenpreise des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau:

  • Destillerie Wolfgang Kuntz, Lieser

Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz:

  • Haller’s Destillerie, Prümzurlay

Ehrenpreise der Landkreise

  • Bad Kreuznach: Brennerei Werner Küstner, Schweinschied
  • Trier-Saarburg: Brennerei Michael Berweiler, Klüsserath 
  • Eifelkreis Bitburg-Prüm: Brennerei Ludwig Faber, Ferschweiler


Die sieben mit Ehrenpreisen ausgezeichneten Betriebe bilden mit 

  • der Brennerei Vierhasen, Hans-Peter Hasenstab, Hilchenbach,
  • der Brennerei Ernst Fögen, Spangdahlem und
  • der Brennerei Maria Wirtz, Messerich

die zehn Betriebe mit der besten Betriebsleistung 2017, die sogenannten TOP 10. 


Darüber hinaus wurden durch eine Expertenjury fünf Siegerbrände aus einer Auswahl bereits goldprämierter Brände in folgenden Kategorien ermittelt:

  • Kategorie Kernobst: Nelches Birnen Brand
    Brennerei Alois Zeimetz, Holsthum
  • Kategorie Steinobst: Feiner Eifeler Reneklodenbrand
    Brennerei Ludwig Faber, Ferschweiler
  • Kategorie Beerenobst: Cassisgeist
    Brennerei Vierhasen, Hans-Peter Hasenstab, Hilchenbach
  • Kategorie Trauben: Weintrester Gewürztraminer
    Brennerei Michael Berweiler, Klüsserath
  • Kategorie Wildobst: Holunderbrand
    Destillerie Wolfgang Kuntz, Lieser

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