Förderprogramme

Wer kann Investitionsförderung beantragen und für was ? - Generelle Voraussetzungen

Zuwendungsempfänger können natürliche und juristische Personen mit Unternehmen der Landwirtschaft (unabhängig von der Rechtsform) im Sinne des Alterssicherungsgesetzes für Landwirte sein, deren Geschäftstätigkeit zu wesentlichen Teilen (mehr als 25 % der Umsatzerlöse) darin besteht, durch Bodenbewirtschaftung oder mit Bodenbewirtschaftung verbundener Tierhaltung pflanzliche oder tierische Erzeugnisse zu gewinnen. 

Einkommens- und Gewinngrenzen

  • Summe der positiven Einkünfte im Durchschnitt der letzten drei vorliegenden Steuerbescheide max. 120.000 € /Jahr bei Ledigen und 150.000 € bei Verheirateten. 

Von der Förderung sind ausgeschlossen

  • Kauf von lebendem Inventar oder Viehaufstockung aus eigener Nachzucht sowie Anlage von Dauerkulturen
  • Kauf  landwirtschaftlicher Flächen
  • Kauf von Maschinen für die Außenwirtschaft (Ausnahmen nur Spezialmaschinen zur Gülleausbringung und zur Steillagenbewirtschaftung; siehe FIS) 
  • Erwerb von Produktions- und Lieferrechten sowie Gesellschaftsanteilen
  • Investitionen im Wohnhausbereich, sowie in Büro und Verwaltungsräume
  • laufende Betriebsausgaben, Umsatzsteuer, unbare Eigenleistung (= eigene Arbeitsleistung)
  • Maschinen und Getreidelagerhallen
  • Biogasanlage und andere Anlagen, die eine Vergütung nach EEG erhalten
  • Der Neubau von Schweineställen, wenn diese nicht mindestens für 9 Monate Güllelagerkapazität vorsehen.   

Sonstige Bestimmungen

  • Begonnene Maßnahmen sind von der Förderung ausgeschlossen
  • Zuständige Behörde für die Antragsannahme und die Durchführung des Verwaltungsverfahrens ist allein das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel in Bernkastel-Kues (Bewilligungsbehörde). Die Landwirtschaftskammer leistet aktive Antragsberatung.
  • Mit der Investition sind besondere Anforderungen in einem der Bereiche Verbraucher- Umwelt- oder Klimaschutz zu erfüllen
    Anmerkung: Ausgestaltung noch nicht bekannt!
A F P - > Agrarinvestitionsförderprogramm

Förderfähige Ausgaben müssen - netto - mindestens 20.000 Euro betragen. Der Zuschuss errechnet sich mit 20% (=Regelfördersatz) vom Nettowert. 

  • Das mögliche, förderfähige Investitionsvolumen ist auf 1 Mio. Euro je Verfahren und 2 Mio. während der Förderperiode begrenzt
  • Gefördert werden alle betrieblichen Investitionen in Bau- und Anlagegüter des landwirtschaftlichen Betriebes wie:

Beispiele: Stallneu- und Umbauten, Fahrsilos, Güllebehälter, Melktechnik einschließlich AMS ("Melkroboter") Hoftrac, Futtermischwagen

  • Ab 2014 sind bereits für die Regelförderung definierte Haltungsbedingungen zu schaffen. Für darüber hinaus gehende Auflagen lt. Prüflisten sind z.B. bei Rindern 10  - 15 % Fördersatz  zusätzlich möglich. In der Summe sind somit bis 30% für Rinder- und bis zu 40 % Zuschuss bei Schweineställen möglich! 

Im Rahmen von AFP - Investitionen kann ein gesonderter Zuschuss für Junglandwirte von 10 %, maximal aber 20.000 Euro gewährt werden, wenn

  • seit der erstmaligen Niederlassung als landwirtschaftlicher Unternehmer nicht mehr als 5 Jahre vergangen sind
  • seit der letzten Junglandwirtförderung im Betrieb mehr als 15 Jahre vergangen sind
  • das Unternehmen einen Arbeitsbedarf von 1,0 Arbeitskrafteinheiten erreicht. Dies gilt bei einer Niederlassung als Mitunternehmer für den Anteil der antragstellenden Person am Gesellschaftsunternehmen.
  • die Maßnahme vor dem 40. Lebensjahr des Unternehmers abgeschlossen wird.
  • Neu ab 2017 : Förderung von Schleppschuh (kein Schleppschlauch) und Gülle-Einarbeitungsgeräten mit Fass(!) sowie Pflanzenschutzgeräten mit Assistenzsystemen zur Teilbreitenabschaltung und automatischer Innenreinigung nach Positivliste JKI;   Fördersatz 20 %, vereinfachte Nachweise möglich. 

Weinbaubetriebe können nur noch in den Programmen FID, FIS und WMO gefördert werden!

Verfahren / Bewilligungen 

Eine fortlaufende Antragstellung ist möglich und erwünscht. Bewilligungen werden wie 2016 zu 4 Terminen ausgesprochen; 01.März, 01.Juni, 01.September  und 15.Dezember. Zu diesen Terminen wird über Anträge entschieden, die 8 Wochen vorher vollständig (= einschl. Baugenehmigung, falls nach Baurecht erforderlich)  bei der Bewilligungsstelle vorlagen. Die Anträge werden zu diesen Terminen mit Punkten bewertet und sortiert. Punkte erhalten z.B. Junglandwirt, ökologisch bewirtschaftete  Betriebe, Vorhaben zur Schaffung besonders tierartgerechter Haltungsbedingungen, Tierhalter generell, Betriebe in benacht. Gebieten  usw.  Bei Anträgen, die gleiche Punktzahlen erreichen, entscheidet das Eingangsdatum über die Reihenfolge auf der Liste. Bewilligt wird dann nach Listenplatz bis die verfügbaren Mittel zugewiesen sind. Achtung ! Zur Teilnahem am Auswahlverfahren muss z.B. im AFP eine Mindestpunktzahl von 40 Punkten erreicht werden, dies ist insbesondere für viehlose, konventionelle Betriebe, in nicht benachteiligten Gebieten -ohne Junglandwirte-   schwierig! 

Für 2017:  Vorlage der Anträge bei der DLR bis 04.Januar / 31. März / 30.Juni /17.Oktober

(- > vollständig ausgearbeiteter Antrag mit Baugenehmigung wenn baurechtlich erforderlich)

Für die Bearbeitung durch die Landwirtschaftskammer sind mindestens 3 Wochen Vorlauf erforderlich! (Prüfung der Unterlagen  Zeit für Nachbesserrungen / ggf. Kostenbeurteilung!

Hinweis: Nach der Gebührenordnung der Landwirtschaftskammer ist die Unterstützung im Förderverfahren kostenpflichtig. Wie die Bewilligungsstelle arbeiten wir Anträge nach Eingang und Vollständigkeit ab. An den Auswalverfahren nehmen nur bewilligungsreif geprüfte Anträge teil.  

weitere Infos beim DLR Mosel >>>

F I D -> Förderung von Investitionen zur Diversifizierung - Gefördert werden Investitionen zur Schaffung zusätzlicher Einkommensquellen im ländlichen die den Anforderungen der entsprechenden EU Verordnung entsprechen.

Diese sind z.B. Investitionen in Hofläden, auch wenn diese nicht ausschließlich der Vermarktung eigener Produkte dienen, Investitionen im Bereich Urlaub auf dem Bauernhof / Winzerhof, aber auch bestimmte Dienstleistungen wie Wäscheservice, Kinderbetreuung, Altenkurzzeitpflege sowie Natur- und Landschaftspflege sowie Biogasanlagen 

  • Förderfähige Ausgaben von - netto - mindestens 10.000 Euro. Der Fördersatz beträgt 25 % Nettowert der Investition. Unbare Eigenleistungen (z.B. Mitarbeit bei Baumaßnahmen) sind nicht förderfähig.
  • Probierstuben und Vinotheken sind nur noch über das WMO-Programm förderfähig.
  • Gutsausschank mit Konzession kann weiter in FID gefördert werden. 
  • Nicht mehr förderfähig sind Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energien, die nach EEG förderfähig sind. (betrifft z.B. Biogasanlagen)

Bei Biogasanlagen liegt der Fördersatz bei 10 %. Bei Investitionen in den Bereich Urlaub auf dem Bauernhof / Winzerhof müssen mindesten 6 Betten in mindestens 3 Gästezimmern oder mindestens 2 Ferienwohnungen erreicht werden. Die Gesamtkapazität von 25 Gästebetten darf nicht überschritten werden. 

Verfahren / Bewilligungen

Eine fortlaufende Antragstellung ist möglich und erwünscht. Bewilligungen  werden wie 2016 zu 4 Terminen ausgesprochen; 01.März, 01.Juni, 01.September  und 15.Dezember. Zu diesen Terminen wird über Anträge entschieden, die 8 Wochen vorher vollständig (= einschl. Baugenehmigung, falls nach Baurecht erforderlich)  bei der Bewilligungsstelle vorlagen. Die Anträge werden zu diesen Terminen mit Punkten bewertet und sortiert. Punkte erhalten z.B. Junglandwirt, ökologisch bewirtschaftete  Betriebe, Vorhaben zur Schaffung besonders tierartgerechter Haltungsbedingungen, Tierhalter generell, Betriebe in benacht. Gebieten  usw.  Bei Anträgen, die gleiche Punktzahlen erreichen, entscheidet das Eingangsdatum über die Reihenfolge auf der Liste. Bewilligt wird dann nach Listenplatz bis die verfügbaren Mittel zugewiesen sind. Achtung ! Zur Teilnahem am Auswahlverfahren muss z.B. im AFP eine Mindestpunktzahl von 40 Punkten erreicht werden, dies ist insbesondere für viehlose, konventionelle Betriebe, in nicht benachteiligten Gebieten -ohne Junglandwirte-   schwierig!  

Für 2017:  Vorlage der Anträge bei der DLR bis 04.Januar / 31. März / 30.Juni /17.Oktober 

Hinweis: Nach der Gebührenordnung der Landwirtschaftskammer ist die Unterstützung im Förderverfahren kostenpflichtig. Wie die Bewilligungsstelle arbeiten wir Anträge nach Eingang und Vollständigkeit ab. An den Auswalverfahren nehmen nur bewilligungsreif geprüfte Anträge teil.  

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F I S -> Förderung von Investitionen für Spezialmaschinen - Gefördert werden Investitionen in folgende Spezialmaschinen :

Landwirtschaft :

  • Zusatzgeräte zur bodennahen Flüssigmistausbringung wie Schleppschlauchverteiler und Schlitzeinarbeitungsgeräte
  • globale Positionierungssysteme (GPS) einschließlich Zusatzgeräte auf Zugmaschinen oder Arbeitsmaschinen sowie
  • Schnittstellensoftware zur Schlagkarteisoftware

Weinbau :

  • anerkannte Maschinensysteme einschließlich Zusatzgeräte (Direktzugsysteme mit stufenlosem hydrostatischen Antrieb und variable Steillagenmechanisierungssysteme) zur Bewirtschaftung von Rebflächen in den amtlich festgelegten Weinbausteillagen
  • anerkannte Maschinen zur verlustarmen Pflanzenschutzmittelausbringung im Wein- und Obstbau ( Positivliste )

Die förderfähigen Ausgaben müssen mindestens 10.000 Euro betragen. Der Fördersatz beträgt 30 %. Im FIS  genügt 1 Jahresabschluss, die Vorgabe 25% Umsätze aus Landwirtschaft (siehe generelle Voraussetzungen) entfällt hier. 

Verfahren / Bewilligungen

Eine fortlaufende Antragstellung ist möglich und erwünscht. Bewilligungen  werden wie 2016 zu 4 Terminen ausgesprochen; 01.März, 01.Juni, 01.September  und 15.Dezember. Zu diesen Terminen wird über Anträge entschieden, die 8 Wochen vorher vollständig (= einschl. Baugenehmigung, falls nach Baurecht erforderlich)  bei der Bewilligungsstelle vorlagen. Die Anträge werden zu diesen Terminen mit Punkten bewertet und sortiert. Punkte erhalten z.B. Junglandwirt, ökologisch bewirtschaftete  Betriebe, Vorhaben zur Schaffung besonders tierartgerechter Haltungsbedingungen, Tierhalter generell, Betriebe in benacht. Gebieten  usw.  Bei Anträgen, die gleiche Punktzahlen erreichen, entscheidet das Eingangsdatum über die Reihenfolge auf der Liste. Bewilligt wird dann nach Listenplatz bis die verfügbaren Mittel zugewiesen sind. Achtung ! Zur Teilnahem am Auswahlverfahren muss z.B. im AFP eine Mindestpunktzahl von 40 Punkten erreicht werden, dies ist insbesondere für viehlose, konventionelle Betriebe, in nicht benachteiligten Gebieten -ohne Junglandwirte-   schwierig!  

Für 2017:  Vorlage der Anträge bei der DLR bis 04.Januar / 31. März / 30.Juni /17.Oktober 

Hinweis: Nach der Gebührenordnung der Landwirtschaftskammer ist die Unterstützung im Förderverfahren kostenpflichtig. Wie die Bewilligungsstelle arbeiten wir Anträge nach Eingang und Vollständigkeit ab. An den Auswalverfahren nehmen nur bewilligungsreif geprüfte Anträge teil.  

Weitere Infos beim DLR Mosel >>>

WMO -> Nach der Landesverordnung über die Unterstützung von Investitionen in Verarbeitungseinrichtungen, in Infrastruktur von Weinbaubetrieben und die Vermarktung von Wein

In diesen Programmen ist eine Förderung auch dann möglich, wenn die Prosperitätsgrenze (Einkommensgrenze; 150.000 € für Ehepaare, 120.000€ für Ledige) überschritten ist. Allerdings halbiert sich dann der Fördersatz.

KI – Wein (Kleine Investition)

  • Gefördert wird Kellertechnik von der Traubenerfassung bis zur Etikettier-Maschine mit 25 % vom Nettobetrag
  • Für besonders qualitätsfördernde Technik nach Positivliste sin 30 % möglich. Die Liste enthält Technik zur Traubensortierung, wie Gärsteuerungsanlagen, Gärtanks (Edelstahl) mit Wärmetauscherflächen (Platten oder Doppelmantel) und Membranpressen. 
  • Das Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 10.000 €, maximal bei 50.000 €
  • Vereinfachtes Verfahren, auch mit Einnahmen-Überschussrechnung möglich.
  • Nachweise aktiver Weinbaubetrieb notwendig (Traubenerntemeldung, Weinbestandsmeldung, Weinbaukartei)

GI Wein (Große Investition)

  • gefördert werden Technik und Baumaßnahmen zur Traubenerfassung und Verarbeitung mit 25 % vom Nettobetrag. 
  • Mindestinvestitionsvolumen 30.000 €
  • Vermarktungseinrichtungen wie Probierstuben und Vinotheken werden gefördert, als förderfähige Ausgaben werden 75 % der Nettoausgaben anerkannt (entsprechend 18,75 % Fördersatz)
  • Sonstige Zugangsvoraussetzungen vergleichbar mit AFP-Förderung (2 Buchführungsjahrgänge, Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit durch Investitionskonzept nachgewiesen usw.)

Verfahren / Bewilligungen 

Eine fortlaufende Antragstellung ist möglich und erwünscht. Bewilligungen werden im 2 Monats –Rhythmus ausgesprochen  Zu diesen Terminen wird über Anträge entschieden, die 8 Wochen vorher vollständig (= einschl. Baugenehmigung, falls nach Baurecht erforderlich)  bei der Bewilligungsstelle vorlagen. Die derzeit beschlossenen Termine sind:

Auswahltermin

letztmögliche
Antragsabgabe

01.02.2017

02.01.2017

03.04.2017

01.02.2017

01.06.2017

03.04.2017

01.08.2017

01.06.2017

02.10.2017

01.08.2017

Diese Reihe soll fortgeführt werden.

Hinweis: Nach der Gebührenordnung der Landwirtschaftskammer ist die Unterstützung im Förderverfahren kostenpflichtig. Wie die Bewilligungsstelle arbeiten wir Anträge nach Eingang und Vollständigkeit ab. An den Auswalverfahren nehmen nur bewilligungsreif geprüfte Anträge teil.  

Nachrichten

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