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Wofür steht das Zeichen „Empfohlenes Hofcafé“?

Mit dem Zeichen „Empfohlenes Hofcafé signalisieren Bauern- und Winzerhöfe mit gastronomischen Angeboten einen von der Landwirtschaftskammer geprüften Qualitätsstandard. Wesentliche Alleinstellungs- und Unterscheidungsmerkmale zu sonstigen gastronomischen Angeboten sind, dass diese ausgezeichneten Hofcafés sich bei einem insgesamt den Gästeerwartungen entsprechenden Qualitätsniveau auf einem aktiven Betrieb der Landwirtschaft, des Weinbaus oder des Gartenbaus befinden. Darüber hinaus ist jedes Hofcafé durch individuelle Besonderheiten gekennzeichnet. Häufig wird das reine Cafégeschäft durch ein größeres gastronomisches Angebot ergänzt, um den Gästeerwartungen zu entsprechen. Vor allem aber sind es die Kuchen und Torten eines Hofcafés, die etwas Besonderes sind und sich von dem, was Gäste in einer Konditorei oder einem sonstigen Café erwarten können, unterscheiden. Hinzu kommt das besondere Ambiente im Innen- und Außenbereich eines Hofes, die spürbare Anbindung an einen Bauern- oder Winzerhof und die authentische Gastfreundschaft, die der Gast erleben kann. Dies alles wird über den Begriff „Empfohlenes Hofcafé“ transportiert.

Das Zeichen „Empfohlenes Hofcafés“ gibt es seit 2017. Es ist eine zeitgemäße Weiterentwicklung der bisherigen Prämierung „Goldene Kaffeetassen“ und löst diese ab. 

Welche Bedingungen sind zu erfüllen?

Teilnehmende Betriebe müssen gegenüber der Landwirtschaftskammer den Nachweis erbringen, dass es sich um gastronomisches Angebot handelt, das mit einem aktiven landwirtschaftlichen Betrieb verbunden ist.  Darüber hinaus wird erwartet, dass der Betrieb in allen Bereichen (Urproduktion, Verarbeitung und Verkauf/Abgabe an den Gast) die gesetzlichen Anforderungen und Kennzeichnungspflichten erfüllt. Weitere Mindestkriterien gelten für die Qualität des Angebotes:

  • Anbindung an einen landwirtschaftlichen Betrieb; diese muss für den Gast erkennbar und spürbar werden
  • ein Mitglied des Hofes/der Familie muss regelmäßig in der Hofgastronomie präsent sein
  • die Kuchen und Torten müssen regelmäßig selber gebacken werden
  • die Kuchen und Torten müssen visuell präsentiert werden
  • es dürfen nur frische Kaffeespezialitäten angeboten werden (kein Instant)
  • es muss mindestens ein herzhaftes Gericht geben
  • es muss eine Speisekarte geben
  • die Öffnungszeiten müssen zuverlässig angegeben werden
  • das Servicepersonal muss erkennbar sein
  • störende Fremdwerbung ist unzulässig
  • die hygienischen Gegebenheiten müssen den Vorgaben der amtlichen Lebensmittelüberwachung entsprechen
  • das Angebot muss stimmig sein; der Betrieb ist offen für Qualitätschecks; kommunizierte, nicht beachtete Qualitätsmängel führen zum Ausschluss 
So erfolgt der Nachweis

Interessierte Betriebe können sich bei der Landwirtschaftskammer bewerben. Die Unterlagen können angefordert werden und sind auf dieser Seite abrufbar.

Die eingehenden Bewerbungen werden von der Landwirtschaftskammer auf Einhaltung der Kriterien geprüft. Darüber hinaus werden alle neuen Betriebe von einem Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer und einer von ihr beauftragten Person vor Ort begutachtet. Nachfolgende finden im Intervall von drei Jahren Betriebsbesuche statt, um die Teilnehmer in ihren Qualitätsbemühungen zu unterstützen.

In teilnehmenden Betrieben kann jederzeit die Einhaltung der gültigen Vergabebestimmungen überprüft und entsprechende Nachweise gefordert werden. Bei Nichtbeachtung kann es zum Ausschluss kommen.  

Wer kann teilnehmen?

Bauern- und Winzerhöfe aus Rheinland-Pfalz, die sich als „Empfohlenes Hofcafé“ prüfen lassen möchten, können sich bei der Landwirtschaftskammer melden. Nach Eingang der Anmeldeunterlagen wird zunächst geprüft, ob eine Zulassung grundsätzlich möglich ist. Hauptkriterium ist hierbei der Nachweis einer unmittelbaren Anbindung an einen Betrieb der Landwirtschaft oder des Weinbaus. Eine Prüfungsanmeldung ist jederzeit möglich. Die Prüfung erfolgt möglichst zeitnah. 

Welche Vorteile hat eine Teilnahme?

Mit der Auszeichnung „Empfohlenes Hofcafé“ kann ein Betrieb in besonderer Weise seine Qualität herausstellen. Dies kann werblich genutzt werden. Wertvoll ist auch, dass der Betrieb über einen Angebotscheck Hinweise erhält, mit denen er seine Leistung kontinuierlich weiterentwickeln kann. 

Ein wichtiger Nutzen ist auch die gemeinsame Kommunikation als Gruppe der empfohlenen Hofcafés im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Landwirtschaftskammer. Hier gibt es beispielsweise auch einen Flyer. Zudem erfolgt ein Eintrag im Verbraucherportal www.landservice-rlp.de, wo das Zeichen als besonders Suchkriterium zu finden ist.

 

Wesentlich ist auch ein regelmäßiger Austausch innerhalb der Gruppe (jährlicher Erfahrungsaustausch, ergänzt durch den Erhalt von Rundschreiben und eine vergünstige Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen der Landwirtschaftskammer.  

Was kostet eine Beteiligung?

Die Anmeldegebühr im ersten Jahr beträgt 250 € und beinhaltet:

  • Erfassung des Betriebes
  • Durchführung eines ersten Betriebschecks
  • Logo in digitaler Form und als Urkunde
  • attraktives Schild „Empfohlenes Hofcafé“ für eine Anbringung am/im Betrieb
  • Aufnahme des Betriebes in den Flyer „Empfohlene Hofcafés“
  • kostenfreier Eintrag auf www.landservice-rlp.de 

Die Jahresgebühr ab dem zweiten Jahr beträgt 130 € und beinhaltet:

  • Berechtigung, das Zeichen ein Jahr führen und werblich nutzen zu dürfen
  • mit der Zeichenführung verbundenen laufenden Betreuungskosten
  • turnusgemäße Qualitätsgespräche auf dem Betrieb im 3-Jahresrhytmus
  • Aktualisierungen im Flyer und auf www.landservice-rlp.de
  • Erhalt regelmäßiger Informationen sowie Möglichkeit der Teilnahme an gemeinsamen Treffen der empfohlenen Betriebe 

 

 

Kontakt

Flyer "Empfohlene Bauern- und Winzerhofcafés"
"Empfohlenes Hofcafé"

Empfohlene Bauern- und Winzerhofcafés auf Landservice-RLP >>>