Verbraucher für die Bauernmarktidee „Marktschwärmerei“ gesucht

Regionale Produkte sind in aller Munde, doch immer mehr Verbraucher möchten Gewissheit, dass diese auch tatsächlich aus ihrem näheren Umfeld stammen, Erzeuger mit ihrem Namen dahinterstehen und weitere Aspekte der Nachhaltigkeit bei Erzeugung und Vermarktung berücksichtigt werden.

Zudem muss der Aufwand, solche tollen Produkte einkaufen zu können, in den Tagesauflauf der Menschen passen. Für viele Verbraucher ist diese Möglichkeit bislang praktisch nicht gegeben. Doch jetzt geht mit den „Marktschwärmern“ auch in Rheinland-Pfalz eine neue, moderne Form eines Bauernmarktes an den Start. Die Landwirtschaftskammer unterstützt die Vereinigung Rheinland-Pfälzischer Direktvermarkter bei der Umsetzung. Am Standort in Mainz-Bretzenheim soll es losgehen und damit auch Erfahrungen für eine Umsetzung an anderen Orten im Land gesammelt werden.

Und so funktioniert eine Marktschwärmerei: Die Idee stammt ursprünglich von einem Startup-Unternehmen aus Frankreich, das dafür zahlreiche Nachhaltigkeitspreise erhielt und seit drei Jahren auch in Deutschland vertreten ist. Es geht darum, Produkte von mehreren Bauernhöfen aus der Region an einem kleinen, lokalen Markttreff anzubieten. Dieser findet regelmäßig wöchentlich an einem bestimmten Wochentag in den späteren Nachmittagsstunden statt und ist auf 1 1/2 Stunden begrenzt. Die Produkte der Erzeuger können vom Kunden über eine Internetplattform vorbestellt und darüber bezahlt werden. Das System ist unter www.marktschwaermer.de zu finden. Beim Markttreff bringen die Erzeuger die vorbestellte Ware persönlich mit. Damit wird gewährleistet, dass keine Ware umsonst mitgebracht wird und verdirbt.

In Frankreich gibt es weit mehr als 700 solcher Marktschwärmerei-Standorte. In Deutschland sind es noch vergleichsweise wenige, in Rheinland-Pfalz gibt es noch keinen. Dies soll sich nun ändern. Denn am 10 Mai 2017 ist der Start der Marktschwärmerei Amorella Kirsch-Manufaktur am Chausseehaus in Mainz-Bretzenheim geplant und weitere Standorte sollen folgen. Dies setzt voraus, dass sich bis dahin mindestens 150 Verbraucher für diese neue Absatzidee interessieren und im System registrieren. Verpflichtungen leiten sich daraus nicht ab. Die Landwirtschaftskammer ist optimistisch, dass diese gelingen wird und damit das Motto der Marktschwärmer „Gib Deinem Bauern die Hand“ mit Leben gefüllt wird.


Grußwort Präsident

Ökonomierat Norbert Schindler, MdB

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