Versuchsanlagen / Auswertungen / Veröffentlichungen

Bodenbearbeitung

 

Großtechnischer Versuche

Großtechnische Versuche sind ein Instrument, statistisch abgesicherte Daten unter praxisüblichen Bedingungen zu gewinnen. In den Versuchen der Landwirtschaftskammer werden auf insgesamt 14 ha in drei Betrieben unterschiedlichen Verfahren der Bodenbearbeitung und Bestellung über mehrere Jahre und betriebsüblichen Fruchtfolgen untersucht. Die Bewirtchaftung der Flächen erfolgt mit betriebsüblicher Technik die entsprechend den Systemen extern ergänzt wird. Zur Optimierung des Faktoreinsatzes werden umfangreiche N-min und Grundnährstoffuntersuchungen, Bonituren der organischen Daten und Qualitätsuntersuchungen am Erntegut durchgeführt. Zusammengeführt werden diese Daten in einer Kosten-/Leistungsrechnung und ökonomischen Bewertung der einzelnen Systeme als Basis zukünftiger Beratungsempfehlungen

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Wissenschaftliche Untersuchungen am Standort Wintersheim fortgesetzt

25.4.2012  Neben Informationen zu Erträgen und Produktionskosten in Abhängigkeit von der Bodenbearbeitung bieten die großtechnischen Versuche der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz zu Bodenbearbeitungs- und Bestellsystemen eine Basis für umfangreiche bodenkundliche Untersuchungen. So führte Prof. Dr. Thomas Appel von der Fachhochschule Bingen in Zusammenarbeit mit Dr. Raimund Schneider von der Universität Trier am Standort Wintersheim erstmals wissenschaftliche Untersuchungen zur Regenwurmabundanz  und Nährstoffverteilung im Boden durch. Fortgesetzt wurden diese Untersuchungen  mit der Ermittlung des Kohlenstoff- und Humusvorrats in Abhängigkeit von der Bodenbearbeitung sowie der Bestimmung der Nährstoffverhältnisse von Phosphor und Kali in verschiedenen Profiltiefen im Jahr 2010.


Bodenkundliche Untersuchungen am Standort Wintersheim

 
16.04.2010 Lange vor der Diskussion um Wasserrahmenrichtlinie und Erosionskataster hat die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz schon 1997 an je einem Standort in Rheinhessen, dem Hunsrück und der Eifel großtechnische Versuche zu verschiedenen Bodenbearbeitungsverfahren und Bestellsystemen bei betriebsüblichen Fruchtfolgen und Bestandsführungen angelegt. Primär ausgerichtet waren diese auch von den DLR`s unterstützten Versuche auf Fragen des Pflanzenbaues und der Ökonomie. Ab 2007 wurden seitens der FH Bingen und der Universität Trier bodenkundliche Aspekte mit in das Versuchsprogramm einbezogen.


Konservierende Bodenbearbeitung im Vergleich

28.07.2009 An der stetig wachsenden Zahl pfluglos arbeitender Betriebe in der pflanzlichen Produktion zeigt sich, dass das Interesse an konservierenden Bodenbearbeitungsverfahren ungebrochen ist. Auch wenn Praktiker in der Hochpreisphase 2007 für landwirtschaftliche Rohstoffe teils über eine Rückkehr zum Pflug diskutierten - höhere Erzeugerpreise machen eventuell eine höhere Intensität in der Bodenbearbeitung lohnenswert -  zwingen nun wieder abnehmende Verkaufserlöse verstärkt zu Rationalisierungsmaßnahmen und weiter dazu, an der Kostenschraube zu drehen. In der schon weitgehend optimierten Verfahrenstechnik bei Düngung und Pflanzenschutz bieten die Kosten bei der Arbeitserledigung die größten Ein­sparpotentiale. Die konservierende Bodenbearbeitung gewährt hier eine Chance, den öko­nomischen Ansprüchen der Landwirtschaft gerecht zu werden. Eine geringere Bearbei­tungsintensität führt in der Regel schnell zu geringeren Kosten und zur Verringerung der auf­gewendeten Arbeitszeit je produzierter Einheit. Allerdings setzen sich solche Verfahren nur dann durch, wenn sie direkt auch wirtschaftliche Vorteile bringen.


Konservative Bodenbearbeitung  - Problemfelder

16.08.2007  Selbst bei positiv veränderten marktwirtschaftlichen Voraussetzungen wie in diesem Jahr stehen die Marktfruchtbetriebe vor der Herausforderung Kosten einzusparen - auch im Hinblick auf den weiter voranschreitenden Strukturwandel, der durch wachsende Betriebsgrößen immer mehr zur Rationalisierung zwingt. Ein nicht unerheblicher Faktor sind die Kosten für die Arbeitserledigung in der Bodenbearbeitung. Diese sowie agrarpolitische und auch pflanzenbauliche Aspekte lassen Landwirte über eine Umstellung von konventioneller auf pfluglose Bodenbearbeitung nachdenken.

Durch Einschränkung der Bearbeitungsintensität in konservativen Bodenbearbeitungsverfahren sollen Kosten und Arbeitszeit eingespart werden ohne bei reduziertem Aufwand Ertrag und Produktqualität zu beeinträchtigen. Da stellt sich die Frage, welche Unsicherheiten bestehen beim Pflugverzicht und welchen Problemfeldern soll besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden?


Konservierende Bodenbearbeitung in der Frühjahrsbestellung

07.03.2007 In den nächsten Wochen beginnen die Arbeiten zur Frühjahrsbestellung. Dabei stellt sich auch die Frage nach konventioneller oder konservierender Bodenbearbeitung. Während früher dieses Thema viel kontroverser diskutiert wurde, entscheiden sich heutzutage immer mehr Betriebsleiter, die Aussaat pfluglos zu gestalten - einerseits um etwa Cross Compliance Vorgaben wie Erosionsvermeidung und Humuserhalt gerecht zu werden, aber auch um Energie und Zeitaufwand über Mulchsaatverfahren zu reduzieren. Dabei ist im Einzelfall abzuwägen in wie weit sich der jeweilige Standort für eine reduzierte Bodenbearbeitung eignet.